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Die schlechte Vorbereitung des Schuljahres wird sich bitter rächen

  • In einigen Bundesländern geht die Schule schon wieder los.
  • Die Debatte über Luftfilter erinnert währenddessen an das vergangene Jahr.
  • Auch sonst ist das Schuljahr in Zeiten von Corona gleich in mehreren Punkten schlecht vorbereitet worden, kommentiert Tobias Peter.
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Berlin. Kann man für etwas bestraft werden, das man nicht gemacht hat? So fragt es Pepe, der Paukerschreck, in der alten Filmreihe „Die Lümmel von der ersten Bank“. Natürlich nicht, antwortet die Lehrerin. Und der Schüler entgegnet, das sei gut, er habe nämlich seine Hausaufgaben nicht gemacht.

Die Politik hat das nächste Schuljahr nur unzureichend vorbereitet. Negative Auswirkungen wird dies tatsächlich zuallererst nicht auf diejenigen haben, die sich nicht genug gekümmert haben, sondern auf die Schülerinnen und Schüler. Wie kann es zum Beispiel sein, dass in diesen Sommerferien eine ähnliche Diskussion über Luftfilter geführt wird wie im letzten? Warum gibt es in Sachen Corona-Tests – gerade in der Phase direkt nach den Sommerferien – eigentlich keine einheitlichen Regeln zwischen den Ländern? Eltern und Lehrende sind mit Recht davon genervt, wie schwerfällig die Verantwortlichen teilweise agieren.

Die Kultusminister haben das richtige Ziel ausgegeben, dass Präsenz­unterricht – für alle und im ganzen Schuljahr – Priorität haben soll. Geschlossene Schulen und auch Wechsel­unterricht benachteiligen vor allem diejenigen, die zu Hause nicht gut gefördert werden können oder noch nicht einmal einen ruhigen Platz zum Lernen haben.

Kinder und Jugendliche leiden darunter, ihre Mitschülerinnen und Mitschüler, Freunde und Freundinnen wenig oder gar nicht sehen zu können. Der Preis, den sie für den Kampf gegen die Corona-Pandemie gezahlt haben, ist schon hoch genug.

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Plan A, also Präsenz­unterricht für alle, ist richtig. Angesichts der großen Unsicherheit durch die Delta-Variante und mögliche künftige Mutationen entbindet das aber niemanden davon, auch Plan B und Plan C vorzubereiten. In Sachen Lehrerfortbildung für das digitale Unterrichten hat es viel zu wenig Fortschritte gegeben. Das könnte sich bald bitter rächen.

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