Schulessen: Trump-Regierung dreht Obama-Reform zurück

  • Die frühere First Lady Michelle Obama hatte sich für gesünderes Essen an amerikanischen Schulen eingesetzt.
  • Die Trump-Regierung macht einige der Reformen nun rückgängig.
  • Der Plan schlägt hohe Wellen.
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Washington. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump will Vorschriften für Schulessen vereinfachen. Nach Darstellung des Landwirtschaftsministeriums soll weiterhin sichergestellt werden, dass Kinder gesunde und schmackhafte Mahlzeiten bekommen. Die Schulen sollen Speisepläne aber flexibler gestalten und Schüler Hauptgerichte auch aus Speisekarten auswählen können, um Essensmüll zu reduzieren, wie aus einer Mitteilung des Ministeriums von Freitag (Ortszeit) hervorgeht.

Die Ankündigung schlug in US-Medien hohe Wellen - zumal sie mit dem Geburtstag der früheren First Lady Michelle Obama (56) zusammenfiel. Sie hatte eine Reform angestrengt, die striktere Standards für die Speisepläne an Schulen setzte. Diese sehen vor, dass Schüler jeden Tag Gemüse und Obst sowie mehr Vollkorn- und fettreduzierte Milchprodukte zu sich nehmen.

Nach Angaben von Kritikern ist es nicht der erste Versuch der Trump-Regierung, die Reform zu verwässern. Die Nichtregierungsorganisation CSPI, die sich nach eigenen Angaben für gesündere Ernährung einsetzt, zeigte sich alarmiert. Sollten die Pläne des Landwirtschaftsministeriums umgesetzt werden, führe das dazu, dass Kinder anstelle von ausgewogenen Gerichten künftig zwischen Pizza, Burger, Pommes und anderen kalorienreichen Mahlzeiten auswählten, hieß es in einer Mitteilung.

RND/dpa