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„Schritt in die richtige Richtung“: USA und China wollen beim Klimaschutz stärker kooperieren

GLASGOW, SCOTLAND - NOVEMBER 10: US special climate envoy, John Kerry speaks during a joint China and US statement on a declaration enhancing climate action in the 2020's on day eleven of the COP26 climate change conference at the SEC on November 9, 2021 in Glasgow, Scotland. Day eleven of the 2021 climate summit in Glasgow will focus on driving the global transition to zero-emission transport. This is the 26th "Conference of the Parties" and represents a gathering of all the countries signed on to the U.N. Framework Convention on Climate Change and the Paris Climate Agreement. The aim of this year's conference is to commit countries to net-zero carbon emissions by 2050. (Photo by Jeff J Mitchell/Getty Images)

Washington.Die beiden weltgrößten Volkswirtschaften und Verursacher von Treibhausgasemissionen, die USA und China, wollen ihre Zusammenarbeit im Kampf gegen die Erderwärmung ausbauen.

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„Die USA und China haben keinen Mangel an Differenzen“, sagte der US-Klimaschutzbeauftragte John Kerry am Mittwoch bei der Weltklimakonferenz in Glasgow. „Aber beim Klima ist das der einzige Weg, diese Aufgabe zu bewältigen.“ In einer gemeinsamen Erklärung hätten die beiden Staaten sich „auf einen grundlegenden Rahmen für diese Zusammenarbeit“ geeinigt. „Wir können unsere Ziele nicht erreichen, wenn wir nicht zusammenarbeiten.“

In der Erklärung heißt es, man wolle angesichts der Klimakrise diesen „kritischen Moment“ nutzen, um gemeinsam und auch jeder für sich den Umbau hin zu einer klimaneutralen Weltwirtschaft zu beschleunigen. Dazu werde man noch in diesem Jahrzehnt ehrgeizigere Klimaschutzmaßnahmen ergreifen. Eingesetzt werden soll dazu auch eine gemeinsame Arbeitsgruppe.

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Methanausstoß soll bis 2030 um 30 Prozent gesenkt werden

Außerdem wollen die beiden Weltmächte in der ersten Hälfte des kommenden Jahres gemeinsam beraten, wie sie den Methanausstoß verringern können. Dazu hatten die USA und die EU auf der Klimakonferenz Anfang der Woche bereits eine Allianz Dutzender Staaten geschmiedet. Ziel ist es, den Ausstoß des zweitwichtigsten Treibhausgases bis 2030 um 30 Prozent zu senken.

Proteste bei Klimakonferenz: „Wir brauchen ein echtes Ziel und nicht nur Ansagen“

Bei nasskaltem Wetter zogen Demonstranten am Samstag durch die schottische Stadt Glasgow, in der derzeit die Weltklima-Konferenz COP26 stattfindet.

Beobachter stufen die aktuellen Klimaschutzpläne Chinas als eher schwach ein. Das Land will erst 2030 überhaupt anfangen, seine Treibhausgasemissionen zu drosseln. Nun sagte der chinesische Delegationsleiter Xi Zhenhua dem „Guardian“, auch mit Blick auf den früheren US-Präsidenten Donald Trump: „Wir sind nicht wie einige andere Staaten, die nach den Verhandlungen aus dem Pariser Klimaabkommen ausgetreten sind.“

UN-Generalsekretär Antonio Guterres begrüßte die Erklärung der Großmächte: „Der Kampf gegen die Klimakrise braucht internationale Zusammenarbeit und Solidarität. Und dies ist ein Schritt in die richtige Richtung.“

Vielleicht bessert China sein Klimaschutzziel für 2030 nach

China machte in der Erklärung keine konkreten neuen Zusagen zum Klimaschutz, sagte aber zu, sein bei den UN eingereichtes Klimaschutzziel für 2030 unter Umständen nachzubessern. Die Volksrepublik war in die Kritik geraten, da Präsident Xi Jinping zum Gipfel der Staats- und Regierungschefs in der vergangenen Woche nicht angereist war und lediglich eine schriftliche Erklärung abgab.

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Mit Blick auf die insgesamt unzureichenden Klimaschutzzusagen der etwa 200 in Glasgow vertretenen Staaten betonten die USA und China, wie wichtig es sei, diese Lücke so bald wie möglich zu schließen - „insbesondere mit verstärkten Anstrengungen“.

RND/dpa

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