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Scholz plant offenbar Corona-Familienbonus von 300 Euro pro Kind - Laschet fordert noch mehr

  • Die Kaufkraft ist in der Corona-Krise massiv eingebrochen.
  • Finanzminister Olaf Scholz will sie nun mit einem Corona-Bonus für Familien und ihre Kinder ankurbeln.
  • 300 Euro pro Kind plant er, der NRW-Landesregierung schwebt derweil deutlich mehr vor.
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Berlin. Finanzminister Olaf Scholz (SPD) will die Kaufkraft nach der Corona-Krise einem Bericht zufolge mit einem Familienbonus stärken.

Eltern sollten für jedes Kind einmalig 300 Euro bekommen, berichtete der “Spiegel” am Freitag über Pläne aus dem Finanzministerium. Das könne den Bund zwischen fünf und sechs Milliarden Euro kosten und Teil des für Juni geplanten Konjunkturpakets sein.

Auch SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich hat sich dafür ausgesprochen, als Teil des Konjunkturpaketes finanzielle Zuschüsse für Familien mit Kindern zu beschließen. „Ich bin dafür, wie bei dem Konjunkturprogramm 2008/2009, mit einer Einmalzahlung zum Beispiel über das Kindergeld von mindestens 300 Euro pro Kind Familien zu unterstützen“, sagte Mützenich dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND/Samstag). „Wir wollen bei der Entlastung gezielt die Familien mit Kindern ins Zentrum stellen.“

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Ginge es nach der NRW-Landesregierung, läge der Familienbonus pro Kind sogar doppelt so hoch. Demnach sollte in der Corona-Krise jede Familie 600 Euro pro Kind bekommen.

Das Kindergeld solle damit einmalig aufgestockt werden, schlugen Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) und Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) am Freitag in Düsseldorf vor. Ein solcher Bonus sei ein schnell wirksames Mittel, das die Kaufkraft stärke und dem Einzelhandel zusätzliche Nachfrage bringe.

Der Bund müsse schnell einen entsprechenden Vorschlag unterbreiten. Als Land sei man bereit, die Mittel mit einem eigenen Landesprogramm zu ergänzen.

Ausgleichszahlungen für Künstler und Gastwirte geplant

Scholz hat derweil auch Pläne für Gastwirte und Künstler. Sie sollten einen Ausgleich für entgangenes Einkommen bekommen - gemessen am Durchschnittsverdienst der vergangenen Jahre. Für Unternehmen plant Scholz laut “Spiegel” Erleichterungen bei Abschreibungen oder Investitionszulagen. Das Konjunkturpaket werde bis zu 150 Milliarden Euro umfassen.

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Das Finanzministerium kommentierte den Bericht zunächst nicht. Am Donnerstag hatte Scholz in einer Videobotschaft pauschal Unterstützung für Familien, Arbeitnehmer und Branchen wie Kultur, Schausteller, Gaststätten, Hotels oder Reisebüros in Aussicht gestellt.

Das Konjunkturprogramm solle dafür sorgen, “dass die Einkommen der Bürgerinnen und Bürger stabilisiert werden, ganz besonders die der Familien, die es jetzt besonders schwer haben”.

RND/dpa

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