Schleswig-Holstein öffnet Hotels und Restaurants ab 17. Mai

  • Schleswig-Holstein lockert die Corona-Beschränkungen in mehreren Bereichen.
  • Profitieren soll davon nicht nur der Tourismus.
  • Auch für Schulen, Sport und Kultur gibt es Erleichterungen.
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Kiel. Schleswig-Holstein geht in der Corona-Pandemie weitere Öffnungsschritte im Tourismus und anderen Bereichen.

So dürfen Geimpfte, Genesene und Getestete vom 17. Mai an unter strengen Vorgaben landesweit Gaststätten auch in Innenräumen besuchen und in Beherbergungsbetrieben übernachten, wie Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) am Mittwoch bekanntgab.

Erleichterungen gibt es auch in den Bereichen Kita, Schule, Sport und Kultur.

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Wer als Tourist im Norden übernachten will muss sich demnach alle drei Tage auf Corona testen lassen. Mit ihren Beschlüssen weitet die Landesregierung praktisch die für vier Modellregionen geltenden Regeln auf das gesamte Land aus.

Bisher dürfen Urlauber in der Schleiregion, in Eckernförde und in Nordfriesland unter strikten Corona-Vorgaben Urlaub machen. Von diesem Samstag an ist das auch in Timmendorfer Strand, Scharbeutz, Sierksdorf und Neustadt an der Ostsee in der Lübecker Bucht möglich. Am Montag folgt Büsum in Dithmarschen.

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Hintergrund der weiteren Lockerungen sind die sinkenden Corona-Zahlen mit stabil unter 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen in weiten Teilen Schleswig-Holsteins.

Am Dienstagabend betrug die landesweite Inzidenz 54,5. Der Norden hat seit längerem die deutlich niedrigsten Werte in Deutschland. In den Regionen mit Sieben-Tage-Inzidenzen unter 100 darf im Norden bereits jetzt die Außengastronomie öffnen.

Die Tourismusbranche Mecklenburg-Vorpommerns droht nach Ansicht des CDU-Landesvorsitzenden Michael Sack von Schleswig-Holstein abgehängt zu werden. „Während jedermann mit einem negativen Testergebnis auf Sylt im Restaurant essen darf, darf man Mecklenburg-Vorpommern nur in Ausnahmefällen überhaupt betreten“, sagte Sack am Mittwoch mit Blick auf die Corona-Pandemie.

Seit Wochen führen viele Menschen aus Westmecklenburg zum Einkaufen oder für die Nutzung der Außengastronomie nach Lübeck, sagte er. Auch andere Regionen im Nachbarland seien schon für den Tourismus geöffnet worden. „Wenn jetzt auch noch der Tourismus in der Lübecker Bucht anläuft, dann muss das für jeden ein Alarmsignal sein, dem das Tourismusland Mecklenburg-Vorpommern am Herzen liegt.“

Impfkampagne kommt voran

Zwar sei die Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein nur halb so hoch wie in Mecklenburg-Vorpommern, aber auch im Nordosten sinke die Inzidenz, und die Impfkampagne komme spürbar voran. „Ich sehe deswegen keinen Grund dafür, Mecklenburg-Vorpommern weiterhin zum Sperrgebiet zu erklären“, betonte der CDU-Chef.

RND/dpa

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