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Scheidender AfD-Chef Gauland: „Ein Teil meiner Familie hat völlig mit mir gebrochen“

  • Alexander Gauland will nicht mehr zur Wahl des AfD-Chefs antreten.
  • In einem Interview berichtet er nun über Familienstreit wegen seiner Partei.
  • Und äußert sich zur seiner umstrittenen „Vogelschiss”-Aussage.
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Seine Arbeit in der AfD hat für Noch-Parteichef Alexander Gauland offenbar gravierende Folgen für sein Familienleben gehabt. „Ein Teil meiner Familie hat völlig mit mir gebrochen“, sagte er in einem Interview mit „Focus“. Fast die ganze Verwandtschaft seiner Frau lehne die AfD völlig ab. „Wir [...] haben oft gemeinsam gefeiert. Das Haus wird nicht mehr betreten. Das ist alles weg und tot.“

Gauland, der auf dem AfD-Parteitag in Braunschweig nicht mehr zur Wahl des Parteichefs antreten will, berichtet von den Gefühlen, die seine Arbeit begleitet hätten: „Einsam will ich nicht sagen, aber es macht nicht immer besonders viel Spaß.“ Der Druck sei sehr groß, und es sei für ihn nicht leicht, die Contenance zu bewahren, wenn er oder seine Partei als rechtsextrem angegriffen würden.

AfD-Chef Gauland: „Vogelschiss“-Äußerung war ein Fehler

In dem Gespräch bezeichnet Gauland seine umstrittene „Vogelschiss“-Äußerung als Fehler. „Aber ich habe mich dafür bereits 16-mal entschuldigt. Aber es will keiner wahrnehmen.“

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In einer Rede hatte Gauland die Zeit des Nationalsozialismus als „Vogelschiss in der deutschen Geschichte“ bezeichnet. Dies sei aber nur in Bezug auf den Zeitabschnitt gemeint gewesen, dafür habe er ein drastisches Sprachbild gesucht, sagte Gauland nun. „Der Begriff war aber auch bagatellisierend. Das war einfach falsch, ein falsches Bild.“

Auf Fragen nach den rechtsextremen Tendenzen in der AfD reagiert Gauland in dem Interview ausweichend. Angesprochen auf Hassbotschaften, etwa in Facebook-Gruppen, sagte er: „Ich kann Ihnen da weder zustimmen noch widersprechen.“ Er sei in den sozialen Netzwerken nicht unterwegs, Facebook sei einfach nicht seine Welt.

pach/RND



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