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Scharfe Kritik an Maas für Türkei-Auftritt – SPD verteidigt Vorgehen

Außenminister Maas räumt dem Vorschlag von Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) für eine internationale Sicherheitszone keine Chance ein - das wiederholte er auf einer Pressekonferenz mit seinem türkischen Amtskollegen in Ankara. Und bricht damit ein ungeschriebene Regel. Seine SPD verteidigt das Vorgehen des Außenministers.

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Berlin. Der SPD-Außenpolitiker Nils Schmid hat Außenminister Heiko Maas (SPD) gegen Kritik wegen des Türkei-Auftritts verteidigt. "Die Reise von Heiko Maas war ein wichtiger Beitrag, um den diplomatischen Bemühungen für eine politische Lösung neuen Schwung zu verleihen. Das direkte Gespräch ist der beste Weg, wenn man tatsächlich Interesse an einer Verständigung hat", erklärte der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion am Sonntag in Berlin.

FDP: Maas verhalten "desaströs" und schädlich für Deutschland

Die Türkei war am 9. Oktober in Nordsyrien einmarschiert, um die von ihr als Terrororganisation angesehene Kurdenmiliz YPG zu verdrängen. Maas hatte am Samstag seinen türkischen Kollegen Mevlüt Cavusoglu besucht und auf einer gemeinsamen Pressekonferenz in Ankara dem Vorschlag von Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) für eine internationale Sicherheitszone keine Chance eingeräumt. Aus der Union wurde dies als Verstoß gegen die ungeschriebene Regel gerügt, bei Auslandsauftritten nicht deutsche Politiker zu kritisieren. Die FDP nannte das Agieren "desaströs" und schädlich für Deutschland.

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Schmid sagte, Kramp-Karrenbauer habe mit "unausgereiften Gedanken, die sie am Anfang der Woche über die Medien in die Öffentlichkeit getragen hat, unsere engsten Verbündeten verstört und dem wichtigen Anliegen einer Befriedigung des Konflikts in Syrien einen Bärendienst erwiesen". Er fügte hinzu: "Heiko Maas arbeitete an konkreter Hilfe für die Menschen in Syrien, während Annegret Kramp-Karrenbauer sich innenpolitisch zu profilieren versucht."

RND/dpa