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SPD-Chefin Esken wirft Großunternehmen Verantwortungslosigkeit vor

  • Die SPD-Vorsitzende Saskia Esken kritisiert, dass einige Unternehmen ihre Ausbildungsbemühungen stark heruntergefahren hätten.
  • „Wenn wir keine Fachkräfte ausbilden, dürfen wir uns später nicht über den Mangel beklagen“, sagte sie.
  • Außerdem wirbt Esken für Impfmobile an den Schulen.
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Berlin. SPD-Chefin Saskia Esken hat Teilen der deutschen Wirtschaft Verantwortungslosigkeit bei der Vergabe von Ausbildungsplätzen an junge Menschen vorgeworfen. „Einige vor allem große Unternehmen haben ihre Ausbildungsbemühungen in der wirtschaftlichen Krise durch die Pandemie stark heruntergefahren. Das finde ich verantwortungslos“, sagte sie dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

Die junge Generation habe es jetzt schwer genug. „Ich appelliere gerade an die großen Unternehmen, den jungen Menschen eine Perspektive zu geben“, sagte Esken mit Blick auf das am 1. August beginnende neue Ausbildungsjahr. „Davon profitieren alle“, so die SPD-Vorsitzende. „Wenn wir keine Fachkräfte ausbilden, dürfen wir uns später nicht über den Mangel beklagen.“

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„Jugendlichen die Impfung so einfach wie möglich zugänglich machen“

Darüber hinaus dringt die SPD-Vorsitzende mit Blick auf den Schulstart darauf, Impfmobile an die Schulen zu schicken. „Die Infektion selbst mag bei den meisten Kindern und Jugendlichen harmlos verlaufen. Doch auch bei ihnen gibt es die Gefahr von Long Covid“, sagte sie dem RND. „Das spricht aus meiner Sicht, bei einer Abwägung aller Risiken, für die Impfung.“

Die SPD-Chefin betonte: „Ich werbe dafür, Impfmobile an die Schulen zu schicken, um – in Absprache mit den Eltern – den Jugendlichen die Impfung so einfach wie möglich zugänglich zu machen.“ Esken erklärte: „Ich habe drei Kinder, aber die sind schon erwachsen und geimpft. Wenn sie noch im Schulalter wären, hätte ich mich als Mutter sicher für die Impfung entschieden.“

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt die Impfung für Zwölf- bis 17-Jährige bislang nicht generell, sondern nur für Risikogruppen. Esken verwies darauf, dass sich dennoch auch jetzt schon alle Jugendlichen in dem Alter mit Zustimmung ihrer Eltern impfen lassen könnten.

„Die Ständige Impfkommission entscheidet danach, wie sie die vorhandene Lage wissenschaftlich beurteilt – und das ist auch richtig so“, sagte sie. „Dennoch hoffe ich, dass die Stiko bald zu der Einschätzung gelangt, eine generelle Impfempfehlung für die Zwölf- bis 17-Jährigen aussprechen zu können.“

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