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Grüne-Jugend-Sprecherin Heinrich will in der Öffentlichkeit bleiben: Sonst „hätte Shitstorm Ziel erreicht“

  • Alte Tweets der frisch gewählten Grüne-Jugend-Sprecherin Sarah-Lee Heinrich hatten einen Shitstorm in den sozialen Medien ausgelöst.
  • Nach Morddrohungen gegen die 20-Jährige zog sie sich für einige Tage aus der Öffentlichkeit zurück.
  • Nun meldet sie sich zurück.
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Berlin. Die neugewählte Bundessprecherin der Grünen Jugend, Sarah-Lee Heinrich, will sich nach einer Kontroverse um frühere Äußerungen von ihr und Drohungen nicht aus der Öffentlichkeit zurückziehen. „Dann hätte der Shitstorm ja sein Ziel erreicht“, sagte sie in einem Interview, das „Zeit Online“ am Donnerstagabend veröffentlichte. „Ich freue mich darauf, die Grüne Jugend als Bundessprecherin zu vertreten. Gerade in Zeiten einer neuen Regierungsbildung ändert sich die Rolle der Grünen Jugend und auch unsere Verantwortung.“

Nachdem Heinrich am Samstag beim Bundeskongress der Grünen Jugend zur Co-Sprecherin der Nachwuchsorganisation gewählt worden war, lösten teils mehrere Jahre alte Äußerungen von ihr eine heftige Online-Kontroverse aus. Dabei ging es unter anderem um einen Tweet ihres Kontos, mit dem sie mit „Heil“ auf ein Hakenkreuz reagierte. Heinrich entschuldigte sich dafür. Der „Zeit“ sagte sie nun: „Das war nicht in Ordnung, genauso wie alle anderen diskriminierenden Aussagen. Egal wie ironisch ich mit 14 vielleicht sein wollte.“

Am Montag zog sich Heinrich zunächst einige Tage aus der Öffentlichkeit zurück. „Mich haben in den vergangenen Tagen eine Vielzahl von Morddrohungen erreicht“, sagte sie „Zeit Online“. Der „Shitstorm“ gegen sie sei von rechten Netzwerken ausgegangen, die Gruppen gegeneinander ausspielen wollten. „Sie sagen, dass man sich entscheiden muss: Wer für Klimaschutz ist, ist unsozial“, führte Heinrich aus.

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Dabei gehe es etwa um „eine Klimaschutzpolitik, die nicht auf dem Rücken von Armen ausgetragen wird“. Sie sei bewusst nicht wegen ihrer sozialpolitischen Positionen angegriffen worden, sagte Heinrich. „Das wäre ja auch schwierig gewesen. Rechte können ja nicht sagen, dass sie gegen Sozialpolitik sind. Deshalb wird im Internet gezielt nach Möglichkeiten gesucht, uns als Partei oder mich als Person zu diskreditieren.“

RND7dpa

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