Sahra Wagenknecht freut sich, „dass die SPD doch noch lebt“

  • Die ehemalige Linksfraktionsvorsitzende Sahra Wagenknecht begrüßt die Wahl von Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken zu neuen SPD-Vorsitzenden.
  • Parteichefin Katja Kipping äußert sich ähnlich.
  • Sie hofft auf neue linke Mehrheiten.
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Berlin. Die ehemalige Linksfraktionsvorsitzende Sahra Wagenknecht hat die Wahl von Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken zu neuen SPD-Vorsitzenden begrüßt. „Ich freue mich, dass die SPD doch noch lebt“, sagte sie dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Die Wahl der neuen Vorsitzenden ist eine gute Nachricht für alle, die sich ein Ende der CDU-Kanzlerschaft und eine sozialere Politik in Deutschland wünschen.“

Wagenknecht rechnet nach eigenen Worten damit, dass die künftige SPD-Führung nun versuchen wird, den Koalitionsvertrag nachzuverhandeln – etwa mit der Forderung nach einem Mindestlohn von zwölf Euro oder mehr Investitionen. Dies allerdings werde bei der Union vermutlich „auf taube Ohren stoßen“.

Fraktionschef Dietmar Bartsch sagte dem RND: „Wir werden aufmerksam den Parteitag der SPD verfolgen und die neue SPD-Spitze an ihren Taten messen.“

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Kipping hofft auf linke Mehrheiten mit der SPD

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Bereits zuvor hatte die Parteivorsitzende Katja Kipping erklärt, sie sehe nach dem Mitgliederentscheid über den Vorsitz der SPD neue Chancen für linke Mehrheiten. Walter-Borjans und Esken hätten jetzt die Aufgabe, „die gute alte Dame Sozialdemokratie wieder auf Trab zu bringen“. Deutschland brauche eine sozial-ökonomische Wende, und das funktioniere nur mit Mehrheiten links der Union. „Dafür braucht es sowohl eine schwungvolle SPD als auch eine starke Linke“, so Kipping.

Walter-Borjans und Esken entschieden die Stichwahl um den SPD-Vorsitz mit 53,06 Prozent für sich. Ihre Konkurrenten Olaf Scholz und Klara Geywitz erreichten nur 45,33 Prozent.

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