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Sahelzone: AKK fordert „vernetzten Ansatz“ von Entwicklungshilfe und Militär

  • Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer will einen „vernetzten Ansatz“ von Militär und Entwicklungshilfe in der westafrikanischen Sahelzone.
  • Das seit nötig, um die Region auf Dauer voranzubringen und zu befrieden.
  • Die Streitkräfte Malis sollen etwa mit militärischen Mitteln dazu befähigt werden, selbst für die Sicherheit ihrer Staatsbürger zu sorgen.
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Luxemburg. Für einen „vernetzten Ansatz“ von Militär und Entwicklungshilfe in der westafrikanischen Sahelzone plädiert Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU).

In der Region gebe es zwar „in einem sehr klasssischen Sinne“ eine Terrorbekämpfung durch französische Soldaten, sagte die Ministerin am Montag in Luxemburg nach einem Treffen mit ihrem luxemburgischen Amtskollegen François Bausch. „Aber um auf Dauer die Region voranzubringen und zu befrieden, brauchen wir einen vernetzten Ansatz“, fügte sie hinzu.

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Dabei gehe es darum, mit militärischen Mitteln beispielsweise die Streitkräfte Malis zu befähigen, selbst für die Sicherheit ihrer Staatsbürger zu sorgen. Doch die Sahelregion müsse auch „im Sinne der Entwicklungszusammenarbeit“ aufgebaut werden. So sei auch die Sahelstrategie der Bundesregierung konzipiert, „die wir in Kürze verabschieden werden“. Auch Bausch betonte, der eigentliche Hintergrund der Konflikte in der Sahelzone seien Wasserknappheit und Mangel an fruchtbarem Boden.

Die Bundeswehr bildet derzeit mit rund 100 Soldaten malische Streitkräfte aus und beteiligt sich mit fast 1000 Soldaten an der UN-Mission Minusma, die zur Stabilisierung Malis beitragen soll. Nur in Afghanistan sind noch mehr deutsche Soldaten stationiert.

Kramp-Karrenbauer lobte bei ihrem ersten Luxemburg-Besuch als Verteidigungsministerin, der Verteidigungsbeitrag der insgesamt rund 900 Soldaten zählenden luxemburgischen Armee sei „von einer besonders hohen Qualität“. Bausch betonte, Luxemburg werde ab 2023 einen Erdbeobachtungssatelliten ausschließlich für militärische Zwecke den Partnern in EU und Nato zur Verfügung stellen.

RND/dpa

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