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„Es ist absolut schäbig“: Sachsens Ministerpräsident Kretschmer kritisiert Corona-Demos im Hotspot-Landkreis

Klare Worte von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU).

Obwohl die 7-Tage-Inzidenz im Erzgebirgskreis mehr als 2000 beträgt, haben am Wochenende hunderte Menschen gegen die verschärften Maßnahmen demonstriert. Der Landkreis in Sachsen gilt als Corona-Hotspot, bundesweit gibt es keinen anderen Kreis mit einer derart hohen Inzidenz.

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Im ganzen Bundesland gelten seit Mittwoch verschärfte Corona-Regeln und ein Lockdown für Ungeimpfte. Zugang zu öffentlichen Orten haben fast immer nur noch Geimpfte und Genesene (2G). Dagegen gab es nun an vielen Orten Proteste.

In Chemnitz, Freiberg, Aue, Schneeberg, Zschorlau, Zwönitz und Zschopau haben nach Angaben der Polizei Hunderte gegen die Corona-Regeln demonstriert, wie die „Leipziger Volkszeitung“ (LVZ) berichtet. Mit Plakaten waren einige vor Krankenhäuser gezogen, um auch gegen eine mögliche Impfpflicht zu protestieren. Bis zu 300 Menschen haben sich laut Polizei vor dem Klinikum Chemnitz versammelt. Die Polizei musste sie am Betreten des Klinikgeländes hindern.

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Kretschmer: „Es ist absolut schäbig“

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) kritisierte die Demonstrationen: „Es ist absolut schäbig, was wir an einigen Stellen an diesem Wochenende in Sachsen erlebt haben, etwa dass die Zufahrt von Krankenhäusern blockiert wird, von Leuten, die Corona leugnen“, sagte er am Rand einer Impfaktion.

Kretschmer kritisierte zudem, dass in Schneeberg Menschen versucht hätten, „eine Impfinitiative zu sabotieren, indem man hingeht und sagt: ‚Der Impfstoff sei alle“. Dieses Verhalten sei „absolut schäbig“. Es gebe „militante Gegner und denen müssen wir gemeinsam die Stirn bieten“, so Sachsens Ministerpräsident.

Im bundesweiten Vergleich hat Sachsen die geringste Impfquote. Lediglich 58 Prozent der Bevölkerung sind vollständig geimpft. In keinem anderen Bundesland liegt die Impfquote unter 60 Prozent.

RND/scs/dpa

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