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Reaktion auf Teilmobilmachung

Baltische Republiken sichern der Ukraine weitere Unterstützung zu

Soldaten der russischen Nationalgarde (Rosguardia) marschieren im Mai 2022 in Sewastopol auf der Krim. Knapp sieben Monate nach Beginn des Krieges gegen die Ukraine hat Russland eine Teilmobilmachung der eigenen Streitkräfte angeordnet.

Soldaten der russischen Nationalgarde (Rosguardia) marschieren im Mai 2022 in Sewastopol auf der Krim. Knapp sieben Monate nach Beginn des Krieges gegen die Ukraine hat Russland eine Teilmobilmachung der eigenen Streitkräfte angeordnet.

Berlin. Die baltischen Länder haben angesichts der von Russland angeordneten Teilmobilmachung klar zum Ausdruck gebracht, dass die Ukraine weiter auf ihre Unterstützung zählen kann.

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Litauens Botschafter in Berlin, Ramūnas Misiulis, sagte gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND), die russische Teilmobilmachung beweise, dass die ukrainischen Streitkräfte die Initiative auf dem Schlachtfeld übernehmen und die Invasoren besiegen. „Der Kreml kann sich nicht damit abfinden und das anerkennen“, sagte Misiulis.

+++ Alle aktuellen Entwicklungen zum Krieg in der Ukraine im Liveblog +++

Die Entscheidung Russlands, eine Teilmobilisierung zu erklären, sei nur als ein weiterer verzweifelter Schritt des Putin-Regimes einzuschätzen, das das Land weiter in den Abgrund treibt. Dies ändere jedoch nichts an der konsequenten Unterstützung der Ukraine seitens der gesamten demokratischen Wertegemeinschaft, betonte Misiulis.

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Vom Sieg der Ukraine überzeugt

„Wir werden den Kampf der Ukraine für ihre Freiheit und Souveränität weiterhin auf jede mögliche Weise und mit allen möglichen Mitteln unterstützen“, sagte der litauische Diplomat und fügte hinzu: „Wir sind überzeugt vom unvermeidlichen Sieg der Ukraine über die russischen Okkupationskräfte. Angesichts dieser neuen russischen Entscheidungen und Drohungen muss die Unterstützung der ganzen demokratischen Welt für die Ukraine nur noch stärker werden.“

 IVANGOROD, LENINGRAD REGION, RUSSIA  AUGUST 18, 2022: People are seen at a passport control area at a crossing point on the border with Estonia. The passage of trucks from Russia to Estonia at the Ivangorod-Narva crossing has been resumed, the ban on the entry of trucks from Estonia into Russia remains. As of August 18, Estonia has restricted entry for Russian citizens with Schengen visas issued by Estonia. Peter Kovalev/TASS PUBLICATIONxINxGERxAUTxONLY TS13E75A

Schikane und Schlagabtausch: Was an der Grenze der EU zu Russland passieren kann

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Auch die Botschafterin der Republik Lettland in Berlin, Alda Vanaga, sagte: „Wir müssen die Ukraine weiterhin engagiert unterstützen. Der lettische Beitrag wird bis zum Ende des Jahres voraussichtlich ein Prozent des Bruttoinlandsprodukt erreichen.“

Dieser Schritt Russlands zeigt, dass wir jetzt noch schneller von russischen Energieimporten loskommen müssen, um den Überfall auf die Ukraine nicht weiter mit unserem Geld mitzufinanzieren.

Alda Vanaga,

Botschafterin der Republik Lettland in Berlin

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Die angekündigte Teilmobilisierung in Russland verändere die Sicherheitslage Lettlands nicht, sie bleibe weiter stabil, sagte die Diplomatin. „Dieser Schritt Russlands zeigt, dass wir jetzt noch schneller von russischen Energieimporten loskommen müssen, um den Überfall auf die Ukraine nicht weiter mit unserem Geld mitzufinanzieren“, erklärte Vanaga.

In einer von der estnischen Botschaft dem RND übermittelten Stellungnahme wird ein Appell estnischer Behörden an die in Estland lebenden russischen Bürger zitiert, die aufgefordert werden, sich der Teilmobilmachung zu widersetzen. Dort heißt es wörtlich: „Es handelt sich um einen Aufruf, einen illegalen und verbrecherischen Krieg gegen den Staat und das Volk der Ukraine zu führen. Den Menschen mit Gewissen muss man das wahrscheinlich nicht sagen, aber wir wiederholen es noch einmal – gehen Sie nicht hin!“

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