Eisbrecher und Rohstoffe: Russland will Einfluss in der Arktis verstärken

Ein Handout des Pressedienstes vom russischen Verteidigungsministerium zeigt ein russisches Atom-U-Boot, das während einer militärischen Übung durch das arktische Eis bricht.

Ein Handout des Pressedienstes vom russischen Verteidigungsministerium zeigt ein russisches Atom-U-Boot, das während einer militärischen Übung durch das arktische Eis bricht.

Moskau. Russland will seine Präsenz in der Arktis ausbauen. Dafür solle der Vorsitz des Arktischen Rates genutzt werden, den Moskau im kommenden Monat planmäßig übernehme, sagte Verteidigungsminister Sergej Schoigu am Mittwoch in Moskau der Agentur Interfax zufolge.

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„Das ist eine Gelegenheit, die Rolle unseres Landes als Koordinator und Initiator vieler Programme in der Region zu stärken.“ Details nannte er zunächst nicht.

Dem Arktischen Rat gehören neben Russland Dänemark, Finnland, Island, Kanada, Norwegen, Schweden und die USA an. Er ist ein Forum zur Zusammenarbeit und soll sich insbesondere um nachhaltige Entwicklung und den Schutz der Umwelt in der Region um den Nordpol kümmern. Russland erhebt Anspruch auf die Rohstoffe am Meeresboden der Arktis und hatte dort zuletzt verstärkt militärische Präsenz gezeigt.

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Russland baut „leistungsfähigste Eisbrecherflotte der Welt“

Russland will zudem mit neuen Eisbrechern die Arktis ganzjährig für den Schiffsverkehr passierbar machen. In sehr naher Zukunft könnten Schiffe durch die Nordostpassage entlang der arktischen Küste Russlands das ganze Jahr über fahren, sagte Kremlchef Wladimir Putin. Dafür baue man die „leistungsfähigste Eisbrecherflotte der Welt“ auf.

Moskau hatte vor einem Jahr den Bau des bisher größten Atomeisbrechers „Leader“ angekündigt. Erst im März waren nach der tagelangen Blockade des Suezkanals durch ein Containerschiff alternative Routen für die wichtige Schifffahrtsstraße zwischen Asien und Europa in den Blick geraten.

RND/dpa

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