Verdächtige Truppenbewegungen? Russland weist US-Sorge vor Angriff auf Ukraine zurück

  • Laut Medienberichten hat die US-Regierung ihre EU-Partner vor einem russischen Angriff auf die Ukraine gewarnt.
  • Grund für die US-Sorge sollen potenziell verdächtige Truppenbewegungen innerhalb Russlands sein.
  • Moskau hat die Befürchtungen nun zurückgewiesen, man sei „für niemanden eine Bedrohung“.
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Moskau. Die russische Regierung hat Befürchtungen zurückgewiesen, Russland könnte die Ukraine militärisch angreifen. „Russland ist für niemanden eine Bedrohung“, sagte Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow am Freitag in Moskau. „Wir haben wiederholt gesagt, dass die Bewegung unserer Streitkräfte auf unserem Territorium kein Grund zur Besorgnis sein sollte.“ Ein anderslautender Medienbericht habe die Spannungen zwischen Ost und West unnötig geschürt.

Die Agentur Bloomberg hatte zuvor berichtet, die US-Regierung habe ihren Verbündeten in der Europäischen Union ihre Bedenken hinsichtlich eines möglichen Angriffs Russlands auf die Ukraine mitgeteilt. Als einen Grund für die US-Sorge waren in dem Bericht potenziell verdächtige Truppenbewegungen innerhalb Russlands genannt worden.

Russland sieht provokantes Nato-Verhalten

Peskow sagte, es sei vielmehr Russland, das ein provokatives Verhalten der Gegenseite beobachtet habe. So gebe es zunehmend Nato-Aktivitäten im Schwarzen Meer und Flüge westlicher Spionageflugzeuge, die Russland nicht gleichgültig sein könnten. „Sollte es erforderlich sein, ergreifen wir Maßnahmen zur Gewährleistung unserer Sicherheit, wenn unsere Gegner entlang unserer Grenzen aktiv werden“, sagte der Kreml-Sprecher.

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Russland hat 2014 die ukrainische Halbinsel Krim annektiert und unterstützt prorussische Separatisten, die den Osten der Ukraine kontrollieren. Eine Waffenruhe in der Ostukraine wurde wiederholt gebrochen. Aus Deutschland und Frankreich hatte es zuletzt geheißen, Russland verweigere ein neues Ministertreffen zu dem Konflikt. Bei EU-Diplomaten gibt es die Sorge, dass der Stillstand bei politischen Gesprächen dazu führt, dass es wieder eine militärische Eskalation gibt.

RND/Reuters

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