Wahl in Russland: Kremlgegner Nawalny darf nicht abstimmen

  • In Russland enden am Sonntagabend die Parlaments- und Regionalwahlen.
  • Kremlgegner Alexej Nawalny durfte nach Angaben der Behörden nicht wählen.
  • Grund sei seine Verurteilung.
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Moskau . Der in einem Straflager in Russland inhaftierte Kremlgegner Alexej Nawalny hat nach Angaben der Behörden bei der Parlamentswahl nicht abstimmen dürfen. Laut russischem Recht seien rechtskräftig Verurteilte von Wahlen ausgeschlossen, sagte der Vize-Chef des Strafvollzugs, Waleri Bojarinew, am Sonntag der Agentur Interfax zufolge.

Nur Menschen in Untersuchungshaft, gegen die noch kein rechtsgültiges Urteil vorliege, dürften wählen. „Soweit ich weiß, ist das Urteil gegen Nawalny rechtskräftig“, sagte Bojarinew.

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Nawalny ruft zu Protestwahl auf

Der 45-jährige Oppositionelle hatte zuvor aus dem Straflager östlich von Moskau heraus die Menschen in Russland zur Protestwahl gegen die Kremlpartei Geeintes Russland aufgerufen. Die Abstimmung gilt auch als wichtiger Stimmungstest für Präsident Wladimir Putin.

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Die Sorgen um Kremlkritiker Alexej Nawalny wachsen. Im Video-Interview zweifelt der Nawalny-Vertraute Sergey Lagodinsky an der Besserung durch dessen Verlegung.  © RND

Die Parlaments- und Regionalwahlen sollten am Sonntagabend nach drei Tagen im ganzen Land enden – zuletzt um 20.00 Uhr MESZ in der Ostseeregion Kaliningrad (früher nördliches Ostpreußen um Königsberg). 14 Parteien stellten sich zur Wahl des neuen Parlaments. Es gab zahlreiche Beschwerden über massive Fälschungen.

RND/dpa

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