Russland sieht Klärungsbedarf nach Trumps G7-Vorschlag

  • Russland hat nach der Initiative von US-Präsident Donald Trump für eine Teilnahme von Kremlchef Wladimir Putin am G7-Gipfel der großen Industrienationen reichlich Klärungsbedarf.
  • “Im Moment kennen wir keine Details dieses Vorschlags”, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der Agentur Interfax zufolge am Montag.
  • “Es gibt hier viele Fragen.”
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Moskau. So sei unter anderem offen sei, in welcher Eigenschaft Russland eingeladen werden solle, welche Tagesordnung es gebe und wer überhaupt eingeladen sei.

Grundsätzlich sei Putin ein Anhänger des Dialogs in jeder Hinsicht, sagte Peskow. Zugleich machte er deutlich, dass es für die Diskussion aktueller internationaler Probleme andere Formate gebe wie die G20 der führenden Industrienationen und Schwellenländer. Kommentatoren in Moskau sagten, dass Russland sich auf keinen Fall einer womöglich von Trump geplanten Anti-China-Fraktion in der Weltpolitik anschließen werde.

Russland seit 2014 ausgeschlossen

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Trump - in diesem Jahr der Gastgeber - will den eigentlich für Juni geplanten Gipfel auf September verschieben und dazu andere Länder einladen. Ein früherer Vorstoß des US-Präsidenten für eine Rückkehr Russlands war bei den sechs anderen Staaten auf Ablehnung gestoßen.

Russland wurde 2014 nach der Einverleibung der ukrainischen Schwarzmeer-Halbinsel Krim aus der Gruppe ausgeschlossen. Die USA und die EU erließen zudem Sanktionen, die bis heute in Kraft sind.

RND/dpa

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