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Russlands Impfstoff: Ein Coup, der skeptisch macht

Wladimir Putin sagt zum russischen Impfstoff: "Das russische Vakzin gegen das Coronavirus ist effektiv und bildet eine beständige Immunität."

Wladimir Putin sagt zum russischen Impfstoff: "Das russische Vakzin gegen das Coronavirus ist effektiv und bildet eine beständige Immunität."

“Sputnik V” heißt der erste zugelassene Impfstoff gegen Corona, den Russlands Präsident Putin heute stolz der Weltöffentlichkeit präsentiert hat. Und der Name ist Programm. Denn er erinnert ganz bewusst an jene Eiszeit des Kalten Krieges, als der Wettlauf ins All auch das Duell der Systeme auf Erden war. 1957 gewann eine vom Vernichtungskrieg der Nazis ausgezehrte russische Nation mit dem Satelliten Sputnik die erste Schlacht des Propagandakriegs der Gesellschaftssysteme.

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Putin meldet Start des ersten Corona-Impfstoffes

Als erstes Land der Welt lässt Russland einen Impfstoff gegen das Coronavirus für die breite Verwendung zu.

Der tobt heute nach etwas Tauwetter und mit einer gemeinsamen Weltraumstation längst wieder auf Erden. Der Westen und Russland sehen sich wieder als Gegner. So ist der Impfstoffcoup der Russen auch mit der nötigen Skepsis zu betrachten – trotz eines akademischen Systems von Weltruf. Zu martialisch klingt der Name, als dass hinter der Blitzzulassung ausschließlich lautere Motive zu vermuten seien. Was früher die “ruhmreiche Sowjetunion” war, das ist heute das Reich des neuen Zaren. Und mit dessen Prestigeerfolgen wird von eigenen Defiziten abgelenkt. Sollte “Sputnik V” allerdings wider Erwarten Wirkung zeigen, dann wäre das ein globaler Grund zur Freude.

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