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Mit Sturmhauben: Polizei durchsucht Büro von Alexej Nawalny

  • Kremlkritiker Alexej Nawalny hält sich nach wie vor in Deutschland auf.
  • Die Polizei in Russland hat nun Räume des von ihm gegründeten Fonds zur Bekämpfung von Korruption (FBK) durchsucht.
  • Der FKB recherchiert zu Korruptionsfällen bekannter Politiker in Russland - deshalb sieht er sich im Zentrum von Ermittlungen der Behörden.
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Moskau. Die Polizei in Russland hat ein Büro des Kremlkritikers Alexej Nawalny durchsucht, der sich nach seiner Vergiftung noch in Deutschland aufhält.

Er veröffentlichte am Donnerstag im Kurznachrichtendienst Twitter Fotos von Beamten mit Sturmhauben in den Räumen des Fonds zur Bekämpfung von Korruption (FBK), der von Nawalny gegründet wurde.

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„Ich hatte völlig Recht, als ich sagte, dass die einzige rechtliche Konsequenz meiner Vergiftung eine neue Welle des Drucks auf den FBK sein würde“, schrieb der 44-Jährige. Zunächst war der genaue Grund der Durchsuchung unbekannt.

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Charité: Nawalny aus stationärer Behandlung entlassen
1:03 min
Im Fall "Nawalny": Laut Krankenhausmitteilung ist Kreml-Kritiker Alexej Nawalny am Dienstag aus der stationären Behandlung in Charité entlassen worden.  © Reuters

Die Behörden teilten der Staatsagentur Tass zufolge lediglich mit, dass Fonds-Chef Iwan Schdanow ein Gerichtsurteil ignoriert habe. Deshalb sei gegen ihn ein Strafverfahren eingeleitet worden.

Kameras ausgeschaltet, Arbeitsgeräte beschlagnahmt

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Nach Angaben von Nawalnys Team blockierten Polizisten auch den Eingang zu einem Sendestudio, in dem der Oppositionelle normalerweise donnerstags seine wöchentliche Internetsendung aufnimmt. Sie hat bei Youtube ein Million-Publikum.

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Auch die bekannte Oppositionelle Ljubow Sobol sei nicht ins Studio gelassen worden. Die Kameras seien ausgeschaltet und Arbeitsgeräte beschlagnahmt worden, hieß es.

Der FKB recherchiert zu Korruptionsfällen bekannter Politiker in Russland und sieht sich deshalb im Zentrum von Ermittlungen der Behörden. Jüngst gab es mehrfach Durchsuchungen.

Nawalny ist nach seiner Vergiftung Mitte August noch in Deutschland zu einer Reha-Maßnahme. Der 44-Jährige hatte Kremlchef Wladimir Putin für den Anschlag auf ihn verantwortlich gemacht. Nach dem Befund eines Speziallabors der Bundeswehr wurde Nawalny mit dem international geächteten Kampfstoff der Nowitschok-Gruppe vergiftet. Der Kreml wies eine Verwicklung in dem Fall stets zurück.

RND/dpa

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