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Bombardement während Guterres-Besuch

Russland bestätigt Angriff auf Kiew - Selenskyj fordert Konsequenzen

28.04.2022, Ukraine, Kiew: Feuerwehrleute löschen einen Brand nach einem russischen Raketenangriff in Kiew. Während des Besuchs von UN-Generalsekretär Guterres hat es in der Nähe des Kiewer Stadtzentrums mehrere Explosionen gegeben. Russland bekannte sich am Freitag zum Bombardement auf die Hauptstadt. Selenskyj fordert deutliche Konsequenzen.

28.04.2022, Ukraine, Kiew: Feuerwehrleute löschen einen Brand nach einem russischen Raketenangriff in Kiew. Während des Besuchs von UN-Generalsekretär Guterres hat es in der Nähe des Kiewer Stadtzentrums mehrere Explosionen gegeben. Russland bekannte sich am Freitag zum Bombardement auf die Hauptstadt. Selenskyj fordert deutliche Konsequenzen.

Moskau. Einen Tag nach dem Besuch von UN-Generalsekretär António Guterres in Kiew hat Russlands Militär Angriffe auf die ukrainische Hauptstadt bestätigt. Der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, sagte am Freitag in Moskau, Hochpräzisionsraketen mit großer Reichweite hätten Fabrikgebäude des ukrainischen Raketenherstellers „Artem“ getroffen. Den genauen Zeitpunkt der russischen Angriffe nannte er nicht.

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Ukrainischen Angaben zufolge ereigneten sich die Angriffe am Donnerstagabend, als Guterres noch in der Stadt war. Dabei sei auch ein Wohnhaus getroffen worden. Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko berichtete am Freitag, dass aus den Trümmern eine Leiche geborgen worden sei. Der UN zufolge handelt es sich um eine Journalistin. Zudem seien zehn Menschen verletzt worden. Guterres sagte dem britischen Sender BBC: „Ich war geschockt zu hören, dass in der Stadt, in der ich mich aufhalte, zwei Raketen explodiert sind.“

Der UN-Chef sieht den Angriff allerdings nicht als persönliche Botschaft. „Er nahm es nicht als Zeichen der Respektlosigkeit gegen ihn, sondern für die Menschen in Kiew“, sagte UN-Sprecher Farhan Haq am Freitag in New York.

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Raketenbeschuss auf Kiew während Besuch des Uno-Generalsekretärs

Nach einem russischen Raketenangriff soll nach Angaben des Rettungsdienstes ein 25-stöckiges Wohngebäude teilweise zerstört worden sein.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Russland nach dem Angriff Missachtung der Vereinten Nationen vorgeworfen. „Das sagt viel aus über Russlands wahre Haltung gegenüber internationalen Institutionen, über Versuche russischer Stellen, die UN und alles, was die Organisation darstellt, zu erniedrigen“, sagte Selenskyj in einer Videobotschaft in der Nacht zum Freitag. „Deshalb erfordert das eine entsprechende, kraftvolle Reaktion“, erklärte der Präsident.

Bundesregierung verurteilt Angriff

Die Bundesregierung hat den russischen Raketenangriff scharf verurteilt. „Das Vorgehen der russischen Seite ist menschenverachtend“, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Wolfgang Büchner am Freitag in Berlin.

Es offenbart vor den Augen der Weltgemeinschaft zudem erneut, dass Putin und sein Regime keinerlei Respekt vor dem internationalen Recht haben.

Wolfgang Büchner, stellvertretender Regierungssprecher

Guterres sagte dem britischen Sender BBC: „Ich war geschockt zu hören, dass in der Stadt, in der ich mich aufhalte, zwei Raketen explodiert sind.“

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Insgesamt zerstörten die russischen Luft- und Raumfahrtstreitkräfte nach Angaben aus Moskau in den vergangenen Stunden 112 Objekte der ukrainischen Armee, darunter vier Waffen- und Raketenlager im Gebiet von Mykolajiw. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen.

RND/dpa

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