Auch auf der besetzten Krim: Russland beruft Wehrpflichtige ein
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Russische Soldaten bei eine Militärübung in der Region Daurien
© Quelle: IMAGO/ITAR-TASS
Moskau. EU-Außensprecher Peter Stano hat die russische Einberufung aller Wehrpflichtigen des Landes heftig kritisiert. Hintergrund ist, dass bei der Einberufung auch junge Menschen der von Russland völkerrechtswidrig annektierten Krim miteingeschlossen wurden.
„Die Einberufung all seiner Untertanen, einschließlich der Krimtataren, auf der rechtswidrig annektierten Krim ist besonders zynisch, da sie gezwungen sind, sich direkt an Russlands andauerndem Krieg gegen die Ukraine zu beteiligen“, kritisierte Stano, der Sprecher für die auswärtigen Angelegenheiten der EU ist. Er nannte das Vorgehen Moskaus „eine weitere schwerwiegende Verletzung des humanitären Völkerrechts“.
Erlass am Donnerstag unterzeichnet
Russland will in diesem Frühjahr 134.500 Männer im Alter von 18 bis 27 Jahren zum Wehrdienst einberufen. Präsident Wladimir Putin unterzeichnete dazu am Donnerstag einen Erlass, wie mehrere russische Nachrichtenagenturen berichteten. Der Einberufungszeitraum dauert bis Mitte Juli. Gleichzeitig endet für andere Russen der einjährige Wehrdienst. Eine Zahl, wie viele Wehrpflichtige ausscheiden und in die Reserve geschickt werden, wurde nicht genannt.
Die zwölfmonatige Wehrpflicht für Männer zwischen 18 und 27 Jahren ist in Russland gesetzlich festgelegt. Zwei Mal im Jahr gibt es dafür Einberufungsbefehle. Vor wenigen Tagen hatte Russlands Verteidigungsminister Sergej Schoigu betont, dass die neuen Rekruten nicht in Krisengebiete entsendet würden.
Russische Truppen waren am 24. Februar in das Nachbarland Ukraine einmarschiert. Knapp zwei Wochen später räumte Russland den Einsatz von Wehrpflichtigen dort ein, wovon die Führung in Moskau zuvor angeblich nichts wusste. Der Kreml versprach damals, die Militärstaatsanwaltschaft werde solche Fälle untersuchen und die Verantwortlichen bestrafen.
RND/dpa/ag
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