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Rumänien: Securitate soll Minderjährige als Spitzel eingesetzt haben

  • Bis zum Fall des Kommunismus in Rumänien nutzte das Regime die Geheimpolizei Securitate zur Repression der Bevölkerung.
  • Frühere Securitate-Offiziere werden nun angeklagt.
  • Sie sollen 696 Schüler als Spitzel rekrutiert haben.
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Bukarest. In Rumänien soll die gefürchtete kommunistische Geheimpolizei Securitate sogar Minderjährige als Spitzel rekrutiert haben.

Die Behörde zur Aufarbeitung der Securitate-Akten (CNSAS) hat bei der Generalstaatsanwaltschaft eine Anzeige erstattet, in der 43 frühere Securitate-Offiziere beschuldigt werden, in den letzten zwei Jahrzehnten des Kommunismus insgesamt 696 Schüler im Alter von weniger als 18 Jahren als Informanten zur Mitarbeit angeworben zu haben.

Damit hätten Staatsangestellte einen Missbrauch begangen, deren Institutionen auch nach damaligem Recht dazu verpflichtet waren, Bürgerrechte zu verteidigen, hieß es weiter in der Mitteilung des CNSAS am Donnerstag.

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CNSAS geht von Tausenden rekrutierten Minderjährigen aus

Man gehe davon aus, dass die Securitate Tausende von Minderjährigen rekrutiert habe - und dies seit Beginn des kommunistischen Regimes 1948, sagte die CNSAS-Sprecherin Laura Cornea der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Die jetzige Strafanzeige sei ein erster Schritt zu diesem Thema, weitere würden folgen. Die Securitate sei daran interessiert gewesen, dass Schüler eventuelle regimewidrige Aktivitäten ihrer Lehrer melden. Zudem sei es darum gegangen, frühzeitig für Spitzel-Nachwuchs zu sorgen. Ähnlich sei damals auch der kommunistische Geheimdienst im Nachbarland Ungarn vorgegangen, sagte Cornea weiter.

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Regime nutzte Securitate zur Repression und Einschüchterung der Bevölkerung

Die Securitate war bis zum Fall des Kommunismus in Rumänien im Dezember 1989 ein Mittel des Regimes zur Repression und Einschüchterung der Bevölkerung.

Der nach der Wende gegründete Inlandsgeheimdienst SRI übergab ab 1999 der damals gegründeten Behörde CNSAS nach und nach fast alle Securitate-Akten. Diese Akten sind Forschern und von Verfolgung Betroffenen sowie deren Angehörigen zugänglich.

RND/dpa

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