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Trump-Anwalt Rudy Giuliani rastet in Fernsehinterview aus

  • Donald Trumps persönlicher Anwalt Rudy Giuliani ist dem Präsidenten treu ergeben.
  • Ein Fernsehinterview, in dem Giuliani Trump verteidigte, endete nun mit einem lauten Ausraster.
  • Moderator Piers Morgan hatte es gewagt, Giuliani zu kritisieren.
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New York. Trumps persönlicher Anwalt Rudy Giuliani ist nicht für sein ruhiges Gemüt bekannt. Ein Interview mit dem britischen Fernsehsender ITV am Donnerstag verlief jedoch selbst für den ehemaligen New Yorker Bürgermeister außergewöhnlich eskalativ. Der Moderator der Sendung “Good Morning Britain”, Piers Morgan, befragte Giuliani zu Äußerungen des US-Präsidenten, die weltweit für Kritik gesorgt hatten.

Auf Twitter hatte Donald Trump geschrieben: “When the looting starts, the shooting starts”, auf deutsch: “Wenn die Plünderung beginnt, beginnt die Schießerei.” Der Tweet war von vielen als Gewaltandrohung verstanden worden. Giuliani verteidigte seinen Mandanten und politischen Gefährten Donald Trump jedoch und bezeichnete dessen Worte als “zutreffende Warnung. Wenn ihr weiter plündert, werdet ihr Gewalt verursachen!”

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Giuliani sagt das F-Wort im Liveinterview

Piers Morgan fragte Giuliani daraufhin, was bloß mit ihm passiert sei. Er sei früher einer der am meisten respektierten und verehrten Menschen in Amerika gewesen. “Sie klingen völlig verrückt. Sie haben den Überblick verloren, und es ist traurig, das mit anzusehen”, so der Moderator.

Giuliani begann daraufhin nicht, sich zu rechtfertigen, sondern griff Morgan aggressiv an. Er sei derjenige gewesen, “der hier aus dem Fernsehen geschmissen” wurde. Morgan hatte auf dem US-Sender CNN drei Jahre lang eine eigene Show moderiert, bis diese 2014 eingestellt wurde. “Also erzählen Sie mir nicht, ich hätte irgendwas verloren”, blaffte Giuliani und verwies auf Morgans damals schlechte Einschaltquoten.

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Trump-Anwalt gibt sich vergesslich

“Ich weiß, was mit Ihrer Show passiert ist, Piers, und ich erinnere mich an die Fehler, die Sie gemacht haben, und ich erinnere mich, wie Sie es vermasselt haben”, hielt der sichtlich aufgebrachte Giuliani Piers Morgan vor – und verwendete dabei das vor allem im US-Fernsehen tabuisierte F-Wort.

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Morgan und seine Co-Moderatorin entschuldigten sich für das zu hörende Schimpfwort. Giuliani schien nach kaum mehr als einer Minute bereits vergessen zu haben, dass er im Liveinterview ein Schimpfwort benutzt hatte und rief: “Ich habe kein Schimpfwort verwendet! Sagen Sie mir, was für ein Schimpfwort ich verwendet habe!”

Morgan betonte unterdessen, dass er Giuliani einst bewundert habe. Tatsächlich ist der britische Journalist und Moderator keineswegs ein linksliberaler Trump-Kritiker. Er hatte den US-Präsidenten in Meinungsartikeln verteidigt und soll sogar persönlich mit Trump befreundet sein. 2012 zog Morgan jedoch Anfeindungen konservativer US-Amerikaner auf sich, als er die laschen Waffengesetze der USA kritisierte.

RND/feh

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