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Röttgen, Merz und Laschet und ihre fünf Minuten, die JU zu überzeugen

  • Norbert Röttgen, Friedrich Merz und Armin Laschet bewerben sich um den CDU-Vorsitz.
  • Am Samstag sprachen die drei Kandidaten bei der JU vor.
  • Und hatten zunächst alle fünf Minuten Zeit für ein Eingangsstatement. Die wichtigsten Aussagen im Überblick.
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Berlin. Der Außenpolitiker Norbert Röttgen hat sich im Kampf um den CDU-Vorsitz für eine Erneuerung der Partei ausgesprochen. Die CDU müsse weiblicher, jünger, digitaler und interessanter werden, sagte Röttgen am Samstagabend bei einem von der Jungen Union organisierten gemeinsamen Auftritt mit seinen Konkurrenten um das Amt des CDU-Chefs, Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet.

Röttgen sagte, in der CDU müsse wieder um Themen gerungen werden, ohne dass das Ergebnis von vornherein feststehe. Die Partei brauche zudem klimapolitische Glaubwürdigkeit.

Es werde in den 20er Jahren weiter zu dramatischen Veränderungen kommen, die das Land erschütterten. Röttgen sprach von einem Epochenbruch. Deutschland sei aber nicht angemessen darauf vorbereitet. In der Corona-Pandemie seien auch die Schwächen Deutschlands sichtbar geworden, sagte Röttgen. Bei der Digitalisierung hänge Deutschland 10 bis 20 Jahre zurück. „WLAN an jeder Schule ist ein frommer Wunsch.“ Nötig sei ein Pakt mit dem Ziel, dass Deutschland bis 2025 bei der Digitalisierung aufholt.

Vor Röttgen hatten bereits Laschet und Merz gesprochen.

Merz bei der JU: Deutschland braucht eine neue Generationengerechtigkeit

Friedrich Merz hatte sich bei seinem Beitrag für eine Erneuerung der Generationengerechtigkeit ausgesprochen. Deutschland brauche eine neuen Generationenvertrag. Das Land dürfe nicht länger auf Kosten der jungen Generation leben, sagte der frühere Unionsfraktionschef am Samstagabend bei einem von der Jungen Union (JU) organisierten gemeinsamen Auftritt mit seinen Konkurrenten um das Amt des CDU-Chefs. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, Merz und der Außenpolitiker Norbert Röttgen waren vom Unions-Nachwuchs gebeten worden, zunächst ihre Zukunftsagenda zu präsentieren.

Merz sagte bei seinem Eingangsstatement weiter: Unter seiner Ägide würden keine Beschlüsse mehr gefasst werden, die die Kosten in die Zukunft verlegen und sie der jungen Generation aufbürden.

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Deutschland muss nach den Worten von Merz wirtschafts- und finanzpolitisch aus der Corona-Krise heraus kommen, und zwar nicht gegen, sondern mit ökologischen Neuerungen. Dazu sei modernste Technologie nötig und daher strebe er eine Technologie- und Gründungsoffensive an. Das Land sei „zu träge geworden“, sagte Merz.

Laschet wirbt bei der JU als „Macher“ um CDU-Vorsitz

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat sich dem CDU-Nachwuchs in einer Bewerbungsrede für das Amt des CDU-Chefs als „Macher“ mit breiten Erfahrungen als Regierungschef vorgestellt. Viele der aktuellen Forderungen der Jungen Union (JU) wie nach mehr Klimaschutz, Digitalisierung oder Generationengerechtigkeit seien von seiner Landesregierung bereits umgesetzt oder würden angegangen, sagte Laschet am Samstagabend bei einem von der Jungen Union (JU) organisierten Auftritt mit seinen Konkurrenten um das Amt des CDU-Chefs, Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz und dem Außenpolitiker Norbert Röttgen, in Berlin.

In seinem Kabinett seien beispielsweise Vertreter des Mittelstands genauso wie der Arbeitnehmervertreter, der Frauen und der jungen Generation vertreten, sagte Laschet, der nach einer Auslosung als erster der drei Kandidaten reden durfte. Diese Vielfalt müsse endlich auch in der Bundespartei sichtbar sein. Er kämpfe für eine modernisierte CDU, versprach Laschet dem Parteinachwuchs.

RND/dpa/mrz

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