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Rollator-Ärger: Ströbele hegt nach Gespräch mit Deutscher Bahn Hoffnung

  • Barrierefreies Reisen mit der Bahn ist nicht immer einfach.
  • Nach einem Gespräch mit der Deutschen Bahn hat der ehemalige Grünen-Abgeordnete Hans-Christian Ströbele jedoch Hoffnung.
  • Er hatte sich zuvor über den Umgang der Bahn mit ihm und seinem Rollator beschwert.
Felix Huesmann
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Berlin. Nach einem Gespräch mit der Deutschen Bahn keimt Hoffnung bei Hans-Christian Ströbele auf, dass er künftig doch komfortabler reisen kann.

Eine Mitarbeiterin habe ihm versprochen, sich zu kümmern. Zuvor hatte der ehemalige Grünen-Abgeordnete Hans-Christian Ströbele im Gespräch mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) berichtet, die Bahn habe sich geweigert, ihn mit seinem Rollator in einen Zug hineinzuhieven.

Allein kommt der 80-Jährige die Treppenstufen eines ICE nicht mehr hinauf. Um Reisenden im Rollstuhl beim Einstieg zu helfen, benutzt die Deutsche Bahn spezielle Hublifte. Die hätte auch Ströbele mit seinem Rollator gern genutzt. Das habe die Bahn ihm jedoch aus versicherungstechnischen Gründen verweigert.

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Stattdessen habe ihn ein Bahnmitarbeiter am Gürtel hochgezogen, berichtete der ehemalige Bundestagsabgeordnete. Die Hublifte seien sicherer und ihre Nutzung sei auch für alle Beteiligten bequemer, als einen Reisenden „irgendwie hinein- oder herauszubugsieren“, so Ströbele.

Die Deutsche Bahn erklärte auf RND-Anfrage jedoch: „Für Reisende mit Rollator ist der Lift leider zu unsicher.“ Stattdessen würden die Servicemitarbeiter beim Ein- und Ausstieg helfen. Alternativ sei es an größeren Bahnhöfen möglich, einen Rollstuhl für den Einstieg per Hublift zu leihen. Der Fahrgastverband Pro Bahn wies darauf hin, dass auch Rollstuhlfahrer immer wieder über den Mobilitäts-Service der Bahn klagen.

Die Deutsche Bahn kündigte am Dienstag an, sich bei Ströbele melden zu wollen und bedauerte, „dass es bei der Reise von Herrn Ströbele zu dieser Situation gekommen ist“.

Der Grünen-Politiker berichtete anschließend auf Twitter, dass sich tatsächlich eine zuständige Mitarbeiterin bei ihm gemeldet und versprochen habe, „sich zu kümmern“. Sein Fazit des Gesprächs: „Es gibt Hoffnung für Rollatornutzer, dass wir vielleicht doch mit Rollator die Hublifte der Bahn nutzen dürfen.“ Ströbele versprach seinerseits: „Ich bleib dran für Barrierefreiheit.“

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