„Der echte Kanzler“

US-Magazin kürt Robert Habeck zum einflussreichsten „Macher“ Europas

Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen), Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, wird von der Politikplattform „Politico“ als einer der Gewinner des Jahres vorgestellt.

Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen), Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, wird von der Politikplattform „Politico“ als einer der Gewinner des Jahres vorgestellt.

Hannover. Das US-Medium „Politico“ hat jetzt ein Ranking der einflussreichsten Politiker und Politikerinnen in Europa veröffentlicht. Auf Platz eins hat es der deutsche Wirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen) geschafft. In der Rubrik „die Macher“ wird er als „der echte Kanzler“ bezeichnet.

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„Habeck spielte immer wieder eine zentrale Rolle und übernahm schwierige Aufgaben“

Als Russland im Februar in die Ukraine einmarschierte, stellte sich weltweit sofort eine Frage: Was wird Europa tun? Um das zu beantworten, schaute man auch nach Deutschland. Anders als Bundeskanzler Olaf Scholz spielte der 53-jährige Wirtschafts- und Klimaschutzminister laut des US-Magazins in dieser Zeit eine zentrale Rolle bei der Entscheidung der EU und bei der Frage, wie weit die Sanktionen gegen Russland gehen sollen. „Er übernahm auch die schwierige Aufgabe, herauszufinden, wie Deutschland genug alternative Energiequellen finden könnte, um den Winter zu überstehen, während es gleichzeitig darauf abzielte, seine Emissionen auf Netto-Null zu senken“, heißt es.

Das Medium geht sogar noch einen Schritt weiter. „Der grüne Politiker hat seinen Chef in den Schatten gestellt. Sein Charisma und seine direkte Verbindung zu den Wählern – durch manchmal emotionale Videos, die seine Dilemmata in gewöhnlicher Sprache erklären – haben dazu beigetragen, seinen Ruf als Deutschlands beliebtester Politiker zu festigen.“ Selbst unpopuläre Entscheidungen, wie den Atomausstieg des Landes zu verzögern, habe Habeck mit klaren Worten und Taten gemeistert.

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Habeck verliert jedoch an Beliebtheit

Die Frage ist jedoch, wie lange der deutsche Wirtschafts- und Umweltminister das durchhalten kann. Denn Habeck verliere zuletzt an Beliebtheit. „Er hat die Bäcker des Landes wegen ihres Ausschlusses von Gassubventionen verärgert und zeigte sich nicht einfühlsam, als er im Fernsehen darauf angesprochen wurde“, schreibt „Politico“ weiter. Es bestehe laut des Magazins jedoch die Möglichkeit, dass Deutsche und Europäer und Europäerinnen, solange sie im Krisenmodus bleiben, weiterhin auf Habeck setzen.

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Wolodymyr Selenskyj führt Gesamtranking an

Einen Politiker konnte „Politico“ in keine Rubrik stecken: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. Er führt die Liste der Politikerinnen und Politiker in diesem Jahr an und stehe „über allen“. Nach seinem Jurastudium erlangte er in der Ukraine und in Russland Popularität als Schauspieler, Komiker und Drehbuchautor. Präsident ist er seit Mai 2019. Spätestens nach dem Angriff des russischen Präsidenten Wladimir Putin auf die Ukraine habe Selenskyj Größe gezeigt. „Er ist eine Figur, der Europa vertraut – im Gegensatz zu den früheren Präsidenten der Ukraine“, heißt es zur Begründung. „Was der ehemalige Komiker Selenskyj getan hat, ist, den Rest Europas davon zu überzeugen, dass seine Zukunft an die der Ukraine gebunden ist – eine Vorstellung, die vor Russlands Invasion im Februar nur wenige glaubten. Seine Kommunikationsfähigkeiten waren der Schlüssel. Seine Rhetorik legt die Bösartigkeit des russischen Regimes offen, gegen das er kämpft.“

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Auf dem letzten Platz, als „Loser“ betitelt, landet im Ranking des Magazins der russische Präsident Wladimir Putin. Spätestens nach seinem Angriff auf die Ukraine zähle er zu den schlechtesten „Träumern.“

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