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Lieferungen aus Russland

Habeck über mögliche Gasknappheit: „Wird die gesellschaftliche Solidarität strapazieren“

Robert Habeck, Grüne, Bundesminister für Wirtschaft und Energie.

Berlin. Die Vorbereitungen auf einen möglicherweise von Gasmangel geprägten Winter ist für Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck eine Gleichung mit mehreren Unbekannten. Im Interview mit dem Deutschlandfunk sagte der Grünen-Politiker mit Blick auf die aus Russland in diesem Jahr noch zu erwartende Liefermenge: „Alles ist möglich. Alles kann passieren. Es kann sein, dass das Gas wieder fließt, auch mehr als davor. Es kann sein, dass gar nichts mehr kommt. Und wir müssen uns ehrlicherweise immer auf das Schlimmste einstellen und ein bisschen für das Beste arbeiten.“

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Gasmangel: Habeck rechnet mit heftigen Debatten – auch über seine Person

Das Einsparen, Einspeichern und Auktionieren von Gas diene dazu, das politische „Albtraum-Szenario“ einer Unterversorgung abzuwenden. Sollte dieses Szenario dennoch Realität werden, rechne er mit heftigen Debatten, „auch über mein Ministerium, über meine Person“, sagte Habeck, der laut Umfragen derzeit zu den beliebtesten Politikern zählt. „Das wird Deutschland vor eine Zerreißprobe stellen, die wir lange so nicht hatten“, fügte er hinzu. „Das wird die gesellschaftliche Solidarität bis an die Grenze und wahrscheinlich darüber hinaus strapazieren.“

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Auf die Frage nach weiteren Entlastungen für die Bürger aufgrund hoher Energiekosten antwortete Habeck: „Die Anpassung in diesem Jahr wird hart werden und für einige Menschen auch zu hart.“ Klar sei auch, „wir müssen das sozialpolitisch auffangen“. Wie genau das geschehen wird, werde im Rahmen der „konzertierten Aktion“ besprochen, bei der Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) mit Gewerkschaften und Arbeitnehmern über die Krisenbewältigung spricht.

RND/dpa

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