• Startseite
  • Politik
  • Robert Habeck (Grüne) über Gaslieferungen: „Russland scheint Pokerspiel zu spielen“

Habeck über Gaslieferungen: „Russland scheint Pokerspiel zu spielen“

  • Die amtierende Bundesregierung muss laut Grünen-Chef Robert Habeck mit Moskau über die russischen Gaslieferungen sprechen.
  • Die hohen Preise bereiteten den Menschen Sorgen.
  • „Wir sind abhängig von Russland, Russland drosselt die Gaszufuhr. Die Speicher sind nicht voll und die Nachfrage ist hoch“, sagte Habeck.
Anzeige
Anzeige

Berlin. Grünen-Co-Chef Robert Habeck hat die noch amtierende Bundesregierung aufgefordert, mit Moskau über die russischen Gaslieferungen zu sprechen. Die hohen Gaspreise bereiteten den Menschen zu Recht Sorgen.

Das sagte Habeck am Sonntagabend in der ARD-Sendung „Bericht aus Berlin“. „Wir sind abhängig von Russland, Russland drosselt die Gaszufuhr. Die Speicher sind nicht voll und die Nachfrage ist hoch. Noch die amtierende Bundesregierung sollte schnell mit Russland reden, dass sich das ändert.“

Habeck betonte, aus Sicht der Grünen könne die umstrittene Ostseepipeline Nord Stream 2 wegen der europäischen Vorgaben noch keine Genehmigung für den Betrieb bekommen. „Russland scheint so eine Art Pokerspiel mit uns zu spielen. Aber das ist eine außenpolitische Frage, die die amtierende Regierung ja mindestens noch verhandeln kann.“

Anzeige
Der Tag Was heute wichtig ist. Lesen Sie den RND-Newsletter "Der Tag".

Altmaier sprach von Versorgungssicherheit

Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hatte dagegen kürzlich mit Blick auf die gestiegenen Gaspreise betont, es gebe eine hohe Versorgungssicherheit in Deutschland. Die Gasspeicher seien zu etwa 75 Prozent gefüllt. Es gebe bei Gasimporten keine einseitige Abhängigkeit von Russland, unterstrich Altmaier und verwies auf höhere Lieferungen aus Norwegen und Großbritannien.

Zuletzt hatte der russische Präsident Wladimir Putin für eine rasche Inbetriebnahme der Pipeline Nord Stream 2 geworben, die Erdgas von Russland durch die Ostsee nach Deutschland bringen soll. Die Lieferungen über diesen Weg würden zu einer Entspannung auf dem aufgeheizten Gasmarkt führen, sagte er.

Die Pipeline ist zwar fertiggestellt, die Betriebsgenehmigung der deutschen Behörden steht aber aus. SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz sagte in der ZDF-Sendung „Berlin direkt“, jetzt gehe es darum, „die rechtlichen Verfahren zu begleiten“. Dabei handele es sich um ganz formale Prozesse.

RND/dpa

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen