Robert Habeck: Bewaffnete Drohnen “keine gute Idee”

  • Das Bundesverteidigungsministerium hat eine Grundsatzdiskussion über die mögliche Bewaffnung von Bundeswehr-Drohnen gestartet.
  • Grünen-Chef Robert Habeck hat sich gegen einen solchen Schritt ausgesprochen.
  • Dass andere Länder bewaffnete Drohnen einsetzten, sei “kein gutes Argument” dafür, dass Deutschland es auch brauche.
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Berlin. Grünen-Chef Robert Habeck hat sich gegen bewaffnete Drohnen für die Bundeswehr ausgesprochen. In allen Bereichen des Militärs würden vollautomatische Systeme eingesetzt, sagte Habeck am Montag in Berlin, “ich halte davon nichts”. Dass andere Länder solche Systeme einsetzten, sei “kein gutes Argument” dafür, dass Deutschland es auch brauche. “Die Tendenz zur Automatisierung von Krieg und damit von Töten ist eher bedrückend und eher bedrohlich.” Er wünsche sich, “dass wir nicht, weil alle es tun, wie Lemminge hinterherstolpern” und in ein neues Wettrüsten von vollautomatischen Waffensystemen eintreten. “Bewaffnete Drohnen halte ich für keine gute Idee.”

Im Verteidigungsministerium begann am Montag eine im Koalitionsvertrag vereinbarte Debatte über die umstrittene Bewaffnung von Drohnen. Der Parlamentarische Staatssekretär Peter Tauber hatte dazu Experten, Vertreter der Zivilgesellschaft und Mitglieder aller Bundestagsfraktionen geladen. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer ist für den Einsatz bewaffneter Drohnen durch die Bundeswehr, auch Bundeswehr-Generalinspekteur Eberhard Zorn hat in der Grundsatzdebatte im Verteidigungsministerium die Bewaffnung der Bundeswehr-Drohnen gefordert.

RND/dpa


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