RND-Videoschalte: SPD-Agrarpolitiker fordert 13,50 Euro Mindestlohn in der Schlachtindustrie

SPD-Agrarpolitiker Rainer Spiering macht den Fleischunternehmer Clemens Tönnies persönlich für den Lockdown in Gütersloh und Warendorf verantwortlich.

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Der SPD-Agrarpolitiker Rainer Spiering macht den Fleischunternehmer Clemens Tönnies persönlich für den Lockdown in Gütersloh und Warendorf verantwortlich. In der RND-Videoschalte sagte Spiering: „Alle in der Region wissen, wer Clemens Tönnies ist. Er hat nun einem der wirtschaftlich wichtigsten Landkreise in Deutschland schweren Schaden zugefügt. Im Grundgesetz steht: „Eigentum verpflichtet“, ohne wenn und aber.“ Auch Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet sei verantwortlich: „Herr Laschet muss sich die Mühe machen, zu bewerten, was durch Tönnies da angerichtet worden ist“, sagte Spiering. Werkverträge in der Fleischindustrie müssten endgültig abgeschafft werden. Dabei dürfe es aber nicht bleiben, sagt Spiering dem RND: "In der Schlachtindustrie muss ein gesetzlicher Mindestlohn von 13,50 Euro gelten und es müssen alle Sozialstandards verbindlich festgelegt werden. Zudem müssen wir jetzt die Anstrengung unternehmen, das Fleischerhandwerk zurück in die Gemeinden und Städte zu bringen. Zurück zum einheimischen Handwerk, das anständig bezahlt und mit dem man auch über die Herkunft des Fleisches reden kann."  © RND