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Richtungsstreit bei Republikanern: Fraktionschef wirbt für Abwahl von Trump-Kritikerin Cheney

  • Die Republikanerin Liz Cheney hatte sich mehrfach kritisch über den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump geäußert.
  • Im Machtkampf innerhalb der Führung der Republikaner im US-Repräsentantenhaus hat sich Fraktionsgeschäftsführer Kevin McCarthy gegen Cheney ausgesprochen.
  • Es geht auch um die politische Richtung der Republikaner nach Trump.
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Washington. Im Machtkampf innerhalb der Führung der Republikaner im US-Repräsentantenhaus hat sich Fraktionsgeschäftsführer Kevin McCarthy gegen die Nummer drei Liz Cheney ausgesprochen.

Er unterstützte am Sonntag im Sender Fox News öffentlich Cheneys Gegenkandidatin Elise Stefanik. Diese steht loyal zum früheren Präsidenten Donald Trump, während Cheney ihn wegen seiner falschen Behauptungen über die angeblich gestohlene Wahl vom November scharf kritisiert.

Republikaner könnten am Mittwoch über Abwahl Cheneys abstimmen

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Die Republikaner im Abgeordnetenhaus könnten bereits am Mittwoch über eine Abwahl Cheneys abstimmen. Sie ist die ranghöchste Frau in der Parteiführung und die Tochter des früheren Vizepräsidenten Dick Cheney.

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Stefanik wird von Trump unterstützt. In einem Interview von Fox News sagte McCarthy auf die Frage, ob es eine Mehrheit für eine Abwahl Cheneys gebe: „Wir wollen vereint voranschreiten, und ich glaube, das wird passieren.“

Cheney stimmte bei Amtsenthebungsverfahren gegen Trump

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McCarthy wies Äußerungen zurück, wonach die Republikaner Cheney wegen ihrer Ansichten über Trump absetzen wollten, oder weil sie nach den Unruhen im Kapitol vom 6. Januar als eine von nur wenigen republikanischen Abgeordneten für ein Amtsenthebungsverfahren gegen ihn stimmte.

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McCarthy sagte, ihre fortdauernde Konzentration auf Trump lenke vom Ziel der Republikaner ab, die Kontrolle über das Repräsentantenhaus 2022 zurückzugewinnen und gegen die Politik von Präsident Joe Biden vorzugehen. Erst kürzlich hatte McCarthy gesagt, er habe das Vertrauen in Cheney verloren.

Auch Fraktionsgeschäftsführer Steve Scalise, die Nummer zwei der Republikaner im Abgeordnetenhaus, hat bereits seine Unterstützung für Stefanik bekundet.

Republikaner streiten über politische Richtung nach Trump.

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Der Streit um Cheney ist auch ein Streit um die politische Richtung der Republikaner nach Trump. Einige Republikaner hatten bereits im Februar versucht, Cheney abzuwählen. Sie scheiterten jedoch in einer geheimen Abstimmung, nicht zuletzt deshalb, weil McCarthy sich damals hinter Cheney gestellt hatte.

RND/AP

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