Revolution Chemnitz: Einer der Angeklagten gibt Schläge zu

  • Die rechtsextreme Vereinigung “Revolution Chemnitz” wollte mutmaßlich die demokratische Ordnung stürzen.
  • Erstmals äußern sich Angeklagte zu dem Tatvorwurf, spielen ihn aber einhellig herunter.
  • Einer der Verdächtigen räumt jedoch ein, bei einem “Probleauf” einen Jugendlichen geschlagen zu haben.
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Dresden. Im Prozess gegen die rechtsextreme Gruppierung Revolution Chemnitz haben sich erstmals Angeklagte zum Tatvorwurf geäußert. Ein 31-Jähriger, der als Rädelsführer der verbotenen Neonazi-Kameradschaft Sturm 34 bekannt wurde, sagte am Dienstag, er habe mit seinen Nachrichten in der Chatgruppe Revolution Chemnitz nur Eindruck schinden wollen. Er behauptete, dass er seine Äußerungen nicht ernst gemeint habe und nicht vorhatte, aktiv zu werden. Unter anderem hatte er im Chat Interesse am Kauf von Waffen bekundet.

Zudem sagte ein 29-Jähriger aus, der auch bei einer Art "Probelauf" auf der Chemnitzer Schlossteichinsel am 14. September 2018 dabei war. Auch er will vieles im Chat angeblich nur quergelesen und die Vorhaben nicht für voll genommen haben. Der Angeklagte gab zu, während des Probelaufes einem Jugendlichen zweimal ins Gesicht geschlagen zu haben. Die Vernehmung des Mannes soll am 11. Dezember fortgesetzt werden.

Hatten die Angeklagten einen rechtsextremistischen Terroranschlag vor?

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In dem Verfahren am Oberlandesgericht Sachsen sind acht Männer im Alter von 21 bis 32 Jahren wegen Bildung einer terroristischen Vereinigung angeklagt, fünf von ihnen zudem wegen schweren Landfriedensbruchs und einer auch wegen gefährlicher Körperverletzung. Sie stehen im Verdacht, einen Umsturz der demokratischen Ordnung mit Waffen geplant zu haben. Die Anklage attestiert den Beschuldigten eine nationalsozialistische Gesinnung.

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Auslöser für die Bildung der Gruppe war der gewaltsame Tod eines Deutschen am Rande des Chemnitzer Stadtfestes Ende August 2018. Danach kam es in der Stadt zu Ausschreitungen.

RND/dpa

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