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Republikaner wollen Beglaubigung des Biden-Sieges in Wisconsin stoppen

  • Die Republikaner in Wisconsin wollen das Ergebnis des Bundesstaats bei der US-Wahl als ungültig erklären lassen.
  • Es habe illegale Spenden gegeben, Zehntausende Stimmzettel sollen bei der Nachzählung gestrichen werden.
  • Wisconsin muss ein Wahlergebnis bis kommenden Dienstag beglaubigen.
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Madison. Die Republikaner in Wisconsin wollen das Beglaubigen des Wahlsieges von Joe Biden bei der Präsidentenwahl in dem US-Staat vor Gericht verhindern. Bei der noch laufenden Nachzählung sollten Zehntausende Stimmzettel aussortiert und nicht gewertet werden, beantragten Parteivertreter am Dienstag beim Obersten Gericht von Wisconsin. Außerdem habe eine von Facebook-Chef Mark Zuckerberg unterstützte Organisation Briefwahlen illegal mit Geld gefördert. Deshalb solle das Wahlergebnis für ungültig erklärt werden.

Der US-Präsident wird nicht direkt gewählt, sondern durch 538 Wahlleute, die in den Einzelstaaten gewählt werden. Biden gewann in Wisconsin mit gut 20.000 Stimmen Vorsprung und damit die zehn Wahlleute des Staates. Insgesamt kommt er auf 306 Wahlleute.

Amtsinhaber Donald Trump versucht unter anderem die Beglaubigung von Erfolgen Bidens in einer Reihe von Staaten zu verhindern, in der Hoffnung, dass dann die dortigen Parlamente Wahlleute entsenden, die schließlich für ihn stimmen. Bislang hat Trump damit keinen Erfolg gehabt.

In Milwaukee sind 400 weitere Briefwahlstimmen aufgetaucht

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In Wisconsin fordern die Republikaner, mehr als 156.000 Stimmen nicht zu werten. Sie unterstellen Wählerinnen und Wählern, die aus unbestimmten Hinderungsgründen Briefwahlunterlagen beantragt hatten, gelogen zu haben, um kein Personaldokument mit Lichtbild vorzeigen zu müssen. In anderen Fällen hätten Wahlhelfer unbefugt Angaben auf den Umschlägen von Wahlbriefen ergänzt, etwa die Adressen von Zeugen. Letzteres ist seit Jahren Praxis und zuvor nie beanstandet worden.

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Wisconsin muss ein Wahlergebnis bis kommenden Dienstag beglaubigen. Bei der Nachzählung wurden Trump bis Dienstag 57 zusätzliche Stimmen zugesprochen. In Milwaukee wurden zudem knapp 400 Wahlbriefe gefunden, die wegen eines Irrtums zuvor nicht ausgewertet worden waren.

RND/AP

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