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Republikaner wettern gegen Biden: Rückwärtsdenker, Vetternwirtschaft, Kriegstreiberei

  • Vor kurzem haben die Demokraten auf ihrem Parteitag Donald Trump als Kandidaten der Republikaner scharf kritisiert.
  • Nun, auf dem Konvent der Republikaner, wird auch an Joe Biden kein gutes Haar gelassen.
  • Dabei wurden alte Vorwürfe herausgekramt.
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Washington. Beim Parteitag der US-Republikaner sind Vorwürfe der Vetternwirtschaft gegen den Präsidentschaftskandidaten der Demokraten, Ex-Vizepräsident Joe Biden, erhoben worden. Die frühere Justizministerin Floridas, Pam Bondi, kritisierte am Dienstagabend, dass Bidens Sohn Hunter Biden im Aufsichtsrat des ukrainischen Gasunternehmens Burisma saß. “Obwohl er keine Erfahrung mit der Ukraine oder dem Energiesektor besaß, bekam er Millionen, um nichts zu tun”, sagte Bondi. “Er hatte eine Qualifikation, die wichtig war: Er war der Sohn des Mannes, der dafür zuständig war, US-Hilfe für die Ukraine zu verteilen.”

US-Präsident Trump wirft Biden vor, als Vizepräsident in der Regierung von Barack Obama versucht zu haben, seinen Sohn vor der ukrainischen Justiz zu schützen. Dazu wollte Trump Ermittlungen in der Ukraine erreichen. Der Konflikt brachte schließlich ein Amtsenthebungsverfahren gegen Trump ins Rollen, das im Februar mit einem Freispruch im Senat endete. Trumps Verteidiger argumentierten damals, Hunter Bidens Rolle im Aufsichtsrat von Burisma sei ein klarer Interessenskonflikt gewesen. Biden war damals federführend für die US-Politik gegenüber der Ukraine verantwortlich.

Joe Biden weist jedes Fehlverhalten zurück. Es ist nicht bekannt, wie viel Geld Hunter Biden für seinen Posten bekam. Bondi warf Joe Biden am Dienstag ein “vorsätzliches Verhaltensmuster” vor. “Es gab zahlreiche Presseberichte, die gezeigt haben, dass andere enge Familienmitglieder von Joes 47-jähriger politischen Karriere profitiert haben.” Belege dafür führte Bondi nicht an. Sie sagte auch nicht, um welche Familienmitglieder es sich gehandelt haben soll.

US-Senator: Biden wird “unser Blut und Reichtümer” vergießen

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Auch wurde Biden als Kriegstreiber dargestellt. Der US-Demokrat habe “durchweg mehr Kriege gefordert”, sagte Senator Rand Paul bei seinem Auftritt. Biden habe für den Krieg im Irak gestimmt und “Kriege in Serbien, Syrien, Libyen” unterstützt. “Ich befürchte, Biden wird sich wieder für Krieg entscheiden”, sagte Paul. “Biden wird weiterhin unser Blut und unsere Reichtümer vergeuden. Präsident Trump wird unsere Helden nach Hause bringen.”

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Biden hatte 2002 tatsächlich mit der Mehrheit des US-Senats für den Miliäreinsatz im Irak durch den damaligen republikanischen Präsidenten George W. Bush gestimmt, bezeichnete dies aber erstmals 2005 als Fehler. Trump antwortete CNN zufolge 2002 in einem Interview auf die Frage, ob er für die Irak-Invasion war: Ich vermute, ja. 2004 sprach Trump dann von einem "fürchterlichen Fehler".

Paul war vor vier Jahren auch ein republikanischer Anwärter auf die US-Präsidentschaft. In einer Debatte hatte er damals unter anderem davor gewarnt, Trump die Kontrolle über die Atomwaffen anzuvertrauen.

Minister Cameron: Biden ist “Gefangener der radikalen Linken”

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Der Justizminister des US-Bundesstaats Kentucky, Daniel Cameron, hat dem demokratischen Präsidentschaftskandidaten Joe Biden als “Gefangenen der radikalen Linken” bezeichnet. “Sie glauben, dass Ihre Hautfarbe Ihre Politik diktieren muss”, sagte der afroamerikanische Minister beim Parteitag der Republikaner. “Wenn Sie sich nicht anpassen, während Sie Ihr von Gott gegebenes Recht ausüben, frei zu sprechen und zu denken, werden sie Sie niedermachen.”

Republikaner vertrauten dagegen darauf, dass die Menschen selber dächten und den amerikanischen Traum so verfolgten, wie sie es für richtig hielten, sagte Cameron. Er kritisierte: “Joe Biden ist ein Rückwärtsdenker in einer Welt, die sich nach einer zukunftsorientierten Führung sehnt.” Biden tritt bei der Wahl am 3. November gegen US-Präsident Donald Trump an. Schwarze sind eine wichtige Wählergruppe Bidens.

RND/dpa

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