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  • Rentenerhöhung 2020: Ab wann gilt sie und wie hoch ist die Rente?

Dickes Plus trotz Krise: Darüber können sich Rentner jetzt freuen

  • Es ist bisher auf weiteres wohl letzte echte Positiv-Nachricht von den Sozialversicherungen.
  • Deutschlands Rentner können sich auf eine deutliche Erhöhung ihrer Bezüge freuen.
  • Die Rentenversicherung sieht darin auch einen Beitrag zur Stabilisierung der Wirtschaft.
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Berlin. Es ist eine Botschaft, die auch zur Beruhigung beitragen soll. Mitten in der Krise steigen die Renten noch einmal kräftig. „Es gilt das Grundprinzip, dass die Renten den Löhnen folgen. In guten wie in schlechten Zeiten“, sagte Bundessozialminister Hubertus Heil (SPD) am Freitag in Berlin. Auch in ungewissen Zeiten stehe die Rentenversicherung für Verlässlichkeit.

Fragen und Antworten zu den Hintergründen.

Wie stark steigen die Renten – und wann?

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Die Anpassung erfolgt zum 1. Juli. In den alten Bundesländern steigen die Renten um 3,45 Prozent, in den alten Ländern um 4,2 Prozent. Das ist das stärkste Plus seit 2016.

Was bedeutet das Rentenplus für den Einzelnen?

Eine Rente von monatlich 1.000 Euro, die allein auf in den alten Bundesländern gezahlten Beiträgen beruht, steigt um 34,50 Euro. Eine Rente, die ausschließlich auf der Grundlage von Beiträgen, die in Ostdeutschland gezahlt wurden, erhöht sich im Sommer um 42,00 Euro.

Weshalb steigen die Renten diesmal so stark?

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Den größten Einfluss hatte die gute Lohnentwicklung, andere Faktoren in der Rentenformel geben diesmal kaum einen Ausschlag. Zugrunde gelegt wurde eine Lohnsteigerung von 3,28 Prozent in den alten Bundesländern sowie 3,83 Prozent in den neuen. Auf die Rentenerhöhung ausgewirkt hat sich auch das Gesetz zur Renteneinheit, mit dem bis 2025 schrittweise gleich hohe Rentenwerte in Ost und West erreicht werden sollen. Das erklärt das deutlich höhere Plus in den neuen Bundesländern.

Wie groß ist der Ost-West-Unterschied noch?

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Der Rentenwert Ost beträgt ab 1. Juli 97,2 Prozent des Westwerts.

Zwei Senioren gehen in einem Supermarkt einkaufen. © Quelle: picture alliance / dpa

Wie voll ist die Rentenkasse jetzt in der Krise eigentlich noch?

Die Rentenkasse verfügt über einen Rekord- Puffer. Ende 2019 belief sich die Rentenrücklage auf 40,5 Milliarden Euro. Dies entspricht 1,7 Monatsausgaben. Das wurde dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) in Kreisen der Deutschen Rentenversicherung bestätigt. Auf dem Papier wird zwar noch eine Rücklage von 40,5 Milliarden Euro auch für Ende des laufenden Jahres erwartet. Doch angesichts der Auswirkungen der Corona-Krise auf den Arbeitsmarkt dürfte es dabei kaum bleiben. Es sei mit einem erheblichen Einbruch der Beitragseinnahmen zu rechnen.

Wäre denkbar, dass die Corona-Krise am Ende zu sinkenden Renten führt?

Nein. Das ist gesetzlich ausgeschlossen. Und zwar durch einen Passus, der in der Folge der letzten großen Wirtschaftskrise 2008/2009 eingeführt worden ist. Selbst wenn die Löhne im laufenden Jahr wegen der Corona-Folgen auf die Wirtschaft sinken würden, wäre eine Rentenkürzung im kommenden Jahr nicht möglich. Laut Gesetz ist für die Rentner mindestens eine Nullrunde garantiert. Das nun angekündigte Plus sieht die Rentenversicherung angesichts der jetzigen wirtschaftlichen Lage als gutes Signal.

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Wie hoch ist das Rentenniveau?

Das Rentenniveau – das Verhältnis von Netto-Standardrente zu durchschnittlichem Netto-Arbeitsentgelt – liegt ab Sommer bei 48,21 Prozent. Bis 2025 darf dieser Wert laut Gesetz nicht unterhalb von 48 Prozent fallen.

Wie geht es weiter in der Rentenpolitik?

Ende kommender Woche stellt die Rentenkommission ihre lange erwarteten Vorschläge für die Zukunft der Alterssicherung in Deutschland. Die Bundesregierung hatte das Gremium, das mit Experten, GroKo-Fachpolitikern sowie Vertretern der Sozialpartner besetzt ist, vor zwei Jahren eingesetzt. Sie sollen Empfehlungen zu Finanzierung der Rentenversicherung und zum Sicherungsniveau vorlegen.

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