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Renten-Leistungen auf einen Blick: Kabinett billigt digitale Übersicht

Das Bundeskabinett hat entschieden: Die Rente muss nicht mehr eigens zusammengerechnet werden, denn fortan gibt es eine digitale Übersicht des persönlichen Rentenbezugs.

Berlin. Die Bundesbürger sollen künftig im Internet eine offizielle Übersicht über ihre persönliche Absicherung im Alter erhalten. Das geplante Portal soll Informationen zur gesetzlichen, privaten und betrieblichen Rente umfassen. Das Bundeskabinett billigte am Mittwoch in Berlin einen Gesetzentwurf zur Einführung einer digitalen Rentenübersicht.

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Nur wer Bescheid wisse, könne gut vorsorgen, erklärte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD). Die eigenen Ansprüche würden künftig “einfach und auch für Laien nachvollziehbar” abrufbar sein. Das Projekt soll unter Beteiligung aller Akteure von der Deutschen Rentenversicherung Bund realisiert werden.

Die Bundesministerien für Soziales und Finanzen hatten bereits vergangenes Jahr angekündigt, dass die Bürger auf der geplanten Plattform auch ihre schon erreichten und bis zum Rentenbeginn noch erreichbaren Leistungen anschauen können - wenn möglich mit Modellrechnungen. Union und SPD hatten eine "säulenübergreifende Renteninformation" im Koalitionsvertrag vereinbart.

Bisher gibt es verschiedene Träger für die jeweiligen Altersleistungen, die in eigener Form über Zwischenstände informieren. Die Deutsche Rentenversicherung unterstützte das Vorhaben der Regierung.

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Rente digital prüfen: Neutraler Anbieter gefordert

Grundsätzlich positiv zu dem Vorhaben äußerte sich der Wirtschaftsrat der CDU, mahnte aber: Das System solle von einem neutralen Anbieter bereitgestellt werden. "Eine solche Stelle darf keine eigenen Interessen verfolgen und muss unabhängig von jeder politischen Einflussnahme ihre Daten erstellen", sagte Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Je nach politischer Couleur könnte eine Bundesregierung der Versuchung erliegen, die Angst vor Altersarmut zu befeuern oder zu dämpfen."

Steiger kritisierte zudem, dass beispielsweise Mieteinnahmen oder Kapitalanlagen unberücksichtigt bleiben sollten. Jeder Bürger müsse zudem auch für sich simulieren können, wie sehr eine längere Erwerbstätigkeit seine Rente erhöht und gegebenenfalls die Lücke zur Wunschrente schließt.

RND/dpa/epd

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