Regierung: Jeder Vierte unter 25 ist von Armut bedroht

  • Wer in Deutschland weniger als 1035 Euro pro Monat hat, gilt als armutsgefährdet.
  • Bei unter 25-Jährigen ist der Anteil mit mehr als einem Viertel besonders hoch.
  • Die Bundesregierung verweist darauf, dass sich in dieser Altersgruppe viele noch in der Ausbildung befinden.
|
Anzeige
Anzeige

Berlin. Jeder Vierte in Deutschland unter 25 Jahren ist von Armut bedroht. Das geht aus der Antwort des Bundesfamilienministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion im Deutschen Bundestag hervor, die dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt.

Demnach lagen im vergangenen Jahr 25,6 Prozent der 18- bis 25-Jährigen unter der so genannten Armutsrisikoschwelle von 1035 Euro. Dieser Betrag entspricht 60 Prozent des mittleren Einkommens in Deutschland.

Mehr zum Thema: GroKo plant Hartz-IV-Erhöhung ab Januar 2020

Weiterlesen nach der Anzeige
Anzeige

Das Familienministeriums erklärt zur Einordnung, in Deutschland seien die meisten Jugendlich und ein großer Teil der jungen Erwachsenen „primär“ in Ausbildung: „Sofern sie überhaupt Einkünfte erzielen, fallen diese in der Regel nicht sehr hoch aus, weil im hiesigen Lohn- und Gehaltssystem Erwerbstätige am Berufsbeginn weniger verdienen als nach vielen Berufsjahren.“ Das Ministerium verweist auf den Umstand, dass viele Jugendliche und junge Erwachsene noch bei ihren Eltern leben.

Linke fordert: Sozialleistungen erhöhen

Linken-Familienpolitiker Norbert Müller sagte dem RND, die Bundesregierung müsse Jugendarmut endlich zur Kenntnis nehmen und handeln: „Die Sozialleistungen müssen auch für Jugendliche armutsfest erhöht und Hartz IV- Sanktionen abgeschafft werden.“

Lesen Sie auch: Fast jeder dritte Vollzeitbeschäftigte im Osten bekommt nur Niedriglohn

Anzeige

Lesen Sie auch: „Armenhäuser der Republik“: Hier müssen Bürger am meisten sparen

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen