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Rede von Joe Biden: „Die Demokratie hat sich durchgesetzt“

  • Er ist der 46. Präsident der Vereinigten Staaten: Joe Biden.
  • In seiner Rede bei der Amtseinführung sagte er: „Zu dieser Stunde, meine Freunde, hat sich die Demokratie durchgesetzt.“
  • Es sei ein Tag der Hoffnung auf Erneuerung und Entschlossenheit.
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Amtseinführung mit Social Distancing. Blick von oben auf die Inauguration.  @ Quelle: Carolyn Kaster/AP/dpa
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Washington. Der neue US-Präsident Joe Biden hat bei seiner Amtseinführung die Stärke der amerikanischen Demokratie beschworen. „Zu dieser Stunde, meine Freunde, hat sich die Demokratie durchgesetzt“, sagte Biden am Mittwoch bei seiner Amtseinführung vor dem Kapitol in der US-Hauptstadt Washington. Sein Vorgänger Donald Trump hatte die Wahl als Betrug dargestellt.

„Dies ist der Tag der Demokratie, ein Tag der Geschichte und der Hoffnung auf Erneuerung und Entschlossenheit“, so Biden weiter. Es gehe nicht um den Sieg eines Kandidaten, sondern die Herrschaft des Volkes.

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Joe Biden in Washington als 46. US-Präsident vereidigt
1:59 min
Der Oberste Richter der USA, John Roberts, nahm dem 78-jährigen Demokraten am Mittwoch den Amtseid ab.  © dpa
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Biden forderte die Amerikaner auf, sich dafür einzusetzen, das Land nach den politischen Grabenkämpfen des Wahlkampfs wieder zu einen. Ohne Einheit könne es keinen Frieden und keinen Fortschritt geben, sondern nur Verbitterung und Ärger, sagte er. Er werde sich mit ganzem Herzen für Einheit und Versöhnung einsetzen, versprach Biden.

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„Ich werde ein Präsident für alle Amerikaner sein“, versprach er. „Nicht jede Meinungsverschiedenheit muss ein Grund für totalen Krieg sein“, mahnte Biden. Er hatte sich bei der Präsidentenwahl am 3. November gegen den Republikaner Donald Trump durchgesetzt.

Biden: Kultur der manipulierten Fakten muss aufhören

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Biden wandte sich gegen Falschdarstellungen und Verschwörungstheorien. „Wir müssen die Kultur ablehnen, in der Fakten manipuliert und sogar fabriziert werden“, sagte er. Amerika müsse besser sein als das. In den vergangenen Jahren wurde die gesellschaftliche Debatte in den USA zunehmend von groben Falschdarstellungen und auch Lügen beeinflusst, verbreitet auf sozialen Plattformen, in Medien und auch von Politikern und dem früheren US-Präsidenten Donald Trump.

Seinen Vorgänger Donald Trump erwähnte er in seiner ersten Rede nicht namentlich. Biden ging lediglich auf zahlreiche Themen ein, bei denen er indirekt Bezug zu Trumps Stil als Regierungschef nahm. Auch Trump hatte in seinen Abschiedsbotschaften als scheidender Präsident Biden nicht beim Namen genannt.

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Biden: Wir können das Coronavirus besiegen

Biden zeigte sich zudem zuversichtlich, dass die USA die Coronavirus-Pandemie hinter sich lassen können. „Wir können das todbringende Virus besiegen“, sagte er. Die USA müssten der Pandemie als geschlossene Nation begegnen, appellierte er. Biden will die Amerikaner unter anderem aufrufen, zunächst 100 Tage lang Masken in der Öffentlichkeit zu tragen.

Die Amtseinführung steht unter dem Eindruck der Corona-Pandemie. Anders als üblich gibt es für Biden kein Massenpublikum. Wegen der Erstürmung des Kapitols durch gewalttätige Anhänger seines Vorgängers Trump vor zwei Wochen wurden zudem die Sicherheitsvorkehrungen erheblich verschärft.

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Trump blieb der Vereidigung als erster scheidender Präsident seit 1869 fern. Die ehemaligen Präsidenten Barack Obama, George W. Bush und Bill Clinton waren anwesend.

RND/dpa

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