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Rechtsextremismus in Polizei: Zentralrat der Sinti und Roma zeigt sich besorgt

  • Der Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma hat sich für eine genaue Untersuchung rechtsextremistischer Tendenzen in den Sicherheitsbehörden ausgesprochen.
  • Deutschland dürfe das Problem nicht einfach ignorieren, damit es im Ausland keine negative Aufmerksamkeit gebe, sagte Romani Rose.
  • Er appellierte auch daran, endlich Verantwortung für Antiziganismus zu übernehmen.
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Ravensburg. Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma hat zu einem verstärkten Einsatz gegen Rechtsextremismus bei der Polizei aufgerufen. Der Vorsitzende Romani Rose sagte der “Schwäbischen Zeitung”: “Ich halte den Rechtsextremismus in Polizei, in Spezialeinheiten oder dem Verfassungsschutz für sehr bedenklich. (...) Wir dürfen nicht wie so oft in der Vergangenheit einfach wegschauen, nur damit Deutschland im Ausland keine negative Aufmerksamkeit bekommt.”

Rose sprach sich für eine genaue Untersuchung rechtsextremistischer Tendenzen in den Sicherheitsbehörden aus. Er wandte sich damit gegen Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU), der eine Studie zu Rassismus bei der Polizei ablehnt.

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Verantwortung für Antiziganismus übernehmen

Rose äußerte sich auch zum Ulmer Prozess um einen Brandanschlag auf eine Roma-Familie, bei dem am Mittwoch das Urteil erwartet wurde. Fünf junge Männer hatten laut Anklage eine Fackel auf den Wohnwagen einer Familie in Erbach (Alb-Donau-Kreis) geworfen. In dem Fahrzeug, das nur knapp verfehlt wurde, war eine schlafende Frau mit ihrem neun Monate alten Sohn.

“Ich habe mich gefreut, dass sich das Gericht und die Ermittlungsbehörden ernsthaft mit dem Motiv Antiziganismus auseinandergesetzt haben”, sagte Rose der Zeitung. “Es gibt in unserer Gesellschaft bisher kaum ein Verantwortungsbewusstsein in Bezug auf den Antiziganismus, der seinen Ursprung tief in der deutschen Geschichte hat.”

RND/dpa

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