Rechter Terror: “Gruppe S” besprach Anschläge auf Moscheen

  • Die mutmaßliche rechtsextreme Terrorzelle “Gruppe S” soll laut einem Bericht des “Spiegel” Anschläge auf Moscheen besprochen haben.
  • Noch im Februar habe die Gruppe darüber gesprochen, eine Moschee anzuzünden.
  • Die Gruppe wurde bereits seit ihrem ersten Treffen überwacht.
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Hamburg. In einer Mitte Februar ausgehobenen mutmaßlichen rechten Terrorzelle sollen nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins “Der Spiegel” auch Anschläge auf Moscheen besprochen worden sein. Bei einem Treffen im Februar sei es auch darum gegangen, eine Moschee anzuzünden, damit Muslime Deutschland verlassen. Das habe ein Mann, der als mutmaßlicher Unterstützer in Untersuchungshaft sitzt, in einer Vernehmung gesagt, berichtete das Nachrichtenmagazin am Freitag.

Die Bundesanwaltschaft und das Landeskriminalamt Baden-Württemberg hätten aus überwachten Telefonaten und Chatnachrichten Hinweise auf die Gefährlichkeit der Gruppe erhalten. So habe der mutmaßliche Rädelsführer Werner S. auf eine Rede von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit den Worten "dieser Hochverräter" werde "bezahlen" reagiert.

Schon das erste Treffen der Gruppe wurde überwacht

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Auch die Tagesschau berichtete am Donnerstag über entsprechende Pläne der mutmaßlichen Rechtsextremisten. Ausgangspunkt für die Ermittlungen gegen die Gruppe soll dem Bericht zufolge ein Informant im Spätsommer 2019 gewesen sein. Bereits das erste Treffen am 28. September im baden-württembergischen Alfdorf sei von einem mobilen Einsatzkommando überwacht worden. Die Bundesanwaltschaft äußerte sich am Freitag auf Anfrage nicht zum Ablauf der Ermittlungsverfahrens.

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Nach einer bundesweiten Razzia gegen eine mutmaßliche rechte Terrorzelle am 14. Februar hatten Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof (BGH) Haftbefehle gegen zwölf deutsche Männer erlassen - vier mutmaßliche Mitglieder und acht mutmaßliche Unterstützer. Die Verdächtigen sollen Anschläge auf Politiker, Asylbewerber und Muslime ins Auge gefasst haben, um Chaos auszulösen und so die Gesellschaftsordnung der Bundesrepublik ins Wanken zu bringen. Das Vorhaben sei aber noch nicht näher konkretisiert worden.

RND/dpa

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