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  • Rechte Störerin im Bundestag: Altmaier hatte keine Angst - "bin ja nicht von schlechten Eltern”

Altmaier hatte keine Angst im Reichstag - “bin ja nicht von schlechten Eltern”

  • Vor einem Fahrstuhl im Reichstag ist Bundeswirtschaftsminister Altmaier am Mittwoch von einer offenbar rechten Störerin beleidigt worden.
  • Angst habe er dennoch nicht gehabt, sagt er nun.
  • Allerdings bedrücke ihn, “dass offenbar andere Kollegen bedrängt wurden, die sich nicht so leicht damit tun”.
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Berlin. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat sich nicht um seine Sicherheit gesorgt, als er am Mittwoch im Reichstag von einer offenbar rechten Störerin bedrängt und beleidigt worden ist. “Nein, ich hatte kein Angst. Es waren ja auch andere in der Nähe und ich bin ja nicht von schlechten Eltern”, sagte Altmaier der “Saarbrücker Zeitung”.

Er könne mit so etwas umgehen und verliere nicht so schnell die Fassung. “Mich bedrückt aber sehr, dass offenbar andere Kollegen bedrängt wurden, die sich nicht so leicht damit tun”, erklärte der Minister.

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Berichte, wonach Besucher auch in Büros von Bundestagsabgeordneten eingedrungen seien, nannte er erschreckend: “Das ist kein Mittel der demokratischen Auseinandersetzung.”

Verständnis für Protest und Demonstrationen

Altmaier betonte weiter, er habe Verständnis für Protest und Demonstrationen. “Wir leben in einem Rechtsstaat und Meinungs- und Demonstrationsfreiheit sind hohe Verfassungsgüter.” Aber auch bei Demonstrationen müssten die Hygiene-Regeln eingehalten werden.

Während der Bundestagsdebatte waren am Mittwoch auf den Fluren des Reichstagsgebäudes Abgeordnete von Besuchern bedrängt, gefilmt und beleidigt worden. Dies passierte neben Altmaier auch und dem FDP-Innenpolitiker Konstantin Kuhle.

RND

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