• Startseite
  • Politik
  • Reaktionen auf Bidens Vereidigung - “Ein guter Tag für uns alle”

„Das ist ein guter Tag für uns alle“ - Reaktionen auf Bidens Vereidigung

  • Joe Biden und Kamala Harris sind nun offiziell Präsident und Vizepräsidentin der USA.
  • Viele Vertreter der Spitzenpolitik und Weltbühne haben gratuliert.
  • Bundeskanzlerin Angela Merkel freut sich auf ein “neues Kapitel deutsch-amerikanischer Freundschaft und Zusammenarbeit”.
Anzeige
Anzeige

Washington/Berlin. Nach ihrer Vereidigung als Präsident und Vizepräsidentin der USA haben Joe Biden und Kamala Harris zahlreiche Glückwünsche erhalten. Auch äußerten etliche Politiker Erwartungen an das Verhältnis zu den USA unter der neuen Führung.

Bundeskanzlerin Angela Merkel würdigte die Vereidigung als “Feier der amerikanischen Demokratie”. “Ich freue mich auf ein neues Kapitel deutsch-amerikanischer Freundschaft und Zusammenarbeit”, zitierte Regierungssprecher Steffen Seibert die Kanzlerin auf Twitter. Die deutsch-amerikanischen Beziehungen waren unter Bidens Vorgänger Donald Trump auf einen Tiefpunkt abgesackt.

Bundesaußenminister Heiko Maas hofft deshalb darauf, dass die USA mit einer verantwortungsvollen Politik auf die Weltbühne zurückkehren. „In den letzten vier Jahren haben wir gesehen, was „America first“ bedeutet hat: keinerlei Abstimmung, keinerlei Konsultationen“, sagte Maas am Mittwoch im ZDF. Joe Biden wolle das ändern. „Ich bin sehr froh, dass es jetzt endlich wieder soweit ist. Denn wir brauchen die Vereinigten Staaten, um große Herausforderungen, um die Krisen dieser Zeit wirklich wieder in den Griff zu kriegen.“

Anzeige

Vizekanzler und Finanzminister Olaf Scholz twitterte, mit Joe Biden würden Demokratie und Rechtsstaatlichkeit ins Weiße Haus zurückkehren. „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit und bessere Zeiten im gegenseitigen Verständnis.“

Laschet gratuliert Biden: Ein guter Tag für uns alle

Auch Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet gratulierte Joe Biden. „Mit dem heutigen Tag beginnt ein neues Kapitel der transatlantischen Zusammenarbeit. Das ist ein guter Tag für uns alle“, sagte Laschet laut Mitteilung von Mittwoch.

Anzeige

Seine Glückwünsche galten zudem Kamala Harris, die am Mittwoch als erste Frau in der US-amerikanischen Geschichte das Amt der Vizepräsidentin übernahm. Die amerikanische Demokratie habe den Stürmen der Zeit getrotzt, sagte Laschet (CDU) weiter. „Jetzt gilt es, die gesellschaftliche Spaltung zu überwinden und den Blick in die Zukunft zu richten.“

+++Verfolgen Sie hier alles zur Amtseinführung Bidens und Harris’ im Liveblog+++

Anzeige

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron begrüßte die USA zurück im Pariser Klimaabkommen. „Willkommen zurück“, schrieb Macron am Mittwochabend auf Twitter. „Wir werden stärker sein, um uns den Herausforderungen unserer Zeit zu stellen. Stärker, um unsere Zukunft zu bauen. Stärker, um unseren Planet zu schützen.“ Macron beglückwünschte Biden und US-Vizepräsidentin Kamala Harris „an diesem bedeutsamsten Tag für die amerikanischen Bürger“.

Biden hatte zuvor angekündigt, noch am Tag seiner Amtseinführung die Aufkündigung des Klimaabkommens rückgängig machen zu wollen. Anfang November war der von seinem Vorgänger Donald Trump initiierte Austritt aus dem Vertrag wirksam geworden.

Video
Joe Biden in Washington als 46. US-Präsident vereidigt
1:59 min
Der Oberste Richter der USA, John Roberts, nahm dem 78-jährigen Demokraten am Mittwoch an den Amtseid ab.  © dpa

Johnson freut sich auf Zusammenarbeit

Der britische Premierminister Boris Johnson freut sich auf die Zusammenarbeit mit Joe Biden. Per Twitter gratulierte der konservative Politiker am Mittwoch dem neuen US-Präsidenten und seiner Vizepräsidentin Kamala Harris zur „historischen“ Amtseinführung. „Amerikas Führung ist elementar in Fragen, die uns alle betreffen, vom Klimawandel bis Covid, und ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Präsident Biden“, so Johnson.

Das Verhältnis zwischen dem britischen Premier und dem neuen US-Präsidenten gilt als vorbelastet. Johnson hatte sich bei den US-Demokraten keine Freunde gemacht, als er im Wahlkampf vor dem Brexit-Referendum 2016 Ex-Präsident Barack Obama in einem Zeitungsartikel unterstellte, wegen seiner kenianischen Wurzeln einen Groll gegen die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien zu hegen. Biden bezeichnete Johnson später als „physischen und emotionalen Klon“ seines Amtsvorgängers Donald Trump.

Anzeige

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu äußerte Hoffnung auf eine enge Zusammenarbeit. Netanjahu gratulierte Biden und Vizepräsidentin Kamala Harris am Mittwoch nach deren Vereidigung. „Präsident Biden, wir unterhalten seit Jahrzehnten eine warme persönliche Freundschaft“, sagte Netanjahu nach Angaben seines Büros.

Er freue sich auf eine Zusammenarbeit mit Biden, „um das Bündnis zwischen USA und Israel weiter zu stärken, den Frieden zwischen Israel und der arabischen Welt auszuweiten und sich gemeinsamen Herausforderungen zu stellen, vor allem der Bedrohung durch den Iran“, sagte der israelische Ministerpräsident. Er wünsche Biden den größten Erfolg.

EU-Ratschef Charles Michel gratulierte US-Präsident Joe Biden ebenfalls. Seine Glückwünsche richtete er auch an Vizepräsidentin Kamala Harris, die am Mittwoch als erste Frau in diesem Amt vereidigt wurde. „Wie alle Menschen verdient das amerikanische Volk Anführer, die sich die Hoffnungen und Sorgen der Menschen zu Herzen nehmen“, sagte Michel in einer Videobotschaft. Er vertraue Biden und Harris, dass sie genau dies täten.

1 von 19
1 von 19
Amtseinführung mit Social Distancing. Blick von oben auf die Inauguration.  @ Quelle: Carolyn Kaster/AP/dpa

Sassoli sieht Beginn einer neuen Ära

Anzeige

Der Präsident des Europaparlaments, David Sassoli, sieht in der Amtseinführung des US-Präsidenten Joe Biden den Beginn einer neuen Ära für die transatlantischen Beziehungen. „Die Welt braucht ein starkes Band zwischen Europa und den Vereinigten Staaten“, hieß es in einer Erklärung vom Mittwochabend. Gemeinsam könne man Herausforderungen besser bewältigen – etwa den Klimawandel, die digitale Transformation und zunehmende Ungleichheiten.

Man befinde sich durch die Corona-Pandemie noch immer in einer Krise, die nur gemeinsam bewältigt werden könne, sagte Sassoli. „Daher begrüße ich die Zusage der Vereinigten Staaten, in die Weltgesundheitsorganisation zurückzukehren, und gratuliere Ihnen zu ihrem Bekenntnis, dem Pariser Abkommen wieder beizutreten.“ Sassoli lud den neuen US-Präsidenten zudem ein, in das Europaparlament zu kommen und in einer Plenarsitzung zu sprechen.

What’s up, America? Der wöchentliche USA-Newsletter liefert Hintergründe zu den Entwicklungen in Politik, Gesellschaft und Kultur - immer dienstags.

Die Nato bezeichnete die Amtseinführung des neuen US-Präsidenten Joe Biden als „Beginn eines neues Kapitels für das transatlantische Bündnis“. „Die Führung in den USA bleibt unverzichtbar bei der Zusammenarbeit zum Schutz unserer Demokratien, unserer Werte und der regelbasierten internationalen Ordnung“, schrieb Generalsekretär Jens Stoltenberg zusammen mit Glückwünschen an Biden. Er freue sich auf eine enge Zusammenarbeit mit dem neuen US-Präsidenten und darauf, ihn später im Jahr zu einem Nato-Gipfel in Brüssel willkommen zu heißen.

Trudeau betont besonderes Verhältnis

Unter Präsident Donald Trump war das Verhältnis zwischen den Vereinigten Staaten und der Nato äußerst angespannt gewesen. Trump hatte ohne Rücksicht auf die Folgen mehrfach Zweifel daran geweckt, ob die USA im Ernstfall ihrer Verpflichtung zum militärischen Beistand nachkommen würden. Hinzu kamen die nicht abgesprochene Ankündigung eines Rückzugs von US-Truppen aus Deutschland und andere Alleingänge. Zum Entsetzen der Alliierten drohte Trump sogar mit dem Nato-Austritt.

Und auch Kanadas Premierminister Justin Trudeau beglückwünschte den neuen US-Präsidenten Joe Biden zur Vereidigung. „Kanada und die USA genießen eine der ungewöhnlichsten Beziehungen auf der Welt“, sagte Trudeau. „Unsere beiden Länder sind mehr als Nachbarn – wir sind enge Freunde, Partner und Verbündete.“ Trudeau sagte weiter, er freue sich auf die Zusammenarbeit mit Biden und seiner Vizepräsidentin Kamala Harris – „beim Streben danach, unsere Länder sicherer, wohlhabender und widerstandsfähiger zu machen“. Die Beziehung zwischen den beiden Ländern galt unter Bidens republikanischem Vorgänger Donald Trump als angespannt.

RND/dpa/cz

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen