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„Rassistischer Demagoge“ und „Ewiger Showman“: „New York Times“ ruft zur Abwahl Trumps auf

  • Die US-Zeitung „New York Times“ plädiert in einem Meinungsartikel dafür, Präsident Donald Trump nicht wieder zu wählen.
  • Die Autoren bezeichnen ihn als „rassistischen Demagogen“ und „Isolationist“.
  • Bereits Anfang Oktober stellte sich die „Washington Post“ offiziell hinter Trump-Konkurrenten Joe Biden.
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In einem eindringlichen Meinungsbeitrag rufen Kommentatoren der US-amerikanischen Zeitung „New York Times“ zur Abwahl Donald Trumps auf. Unter dem Titel „End our national crisis“ (zu deutsch: Beendet unsere nationale Krise) schreibt das Editorial Board Trumps Bemühungen um seine Wiederwahl stellten „die größte Bedrohung für die amerikanische Demokratie seit dem Zweiten Weltkrieg dar.“ Die Kommentatoren arbeiten unabhängig von der Nachrichtenredaktion der renommierten US-Zeitung.

Weiter heißt es: „Die Ungeheuerlichkeit und Vielfalt der Vergehen von Mister Trump kann überwältigend sein. Wiederholung hat das Gefühl der Empörung abgestumpft und die Anhäufung neuer Aufreger lässt wenig Zeit, sich mit den Einzelheiten zu befassen.“

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Autoren kritisieren Handeln Trumps während seiner Amtszeit

Die „New York Times“ schreibt über Trump, er stehe „ohne echte Rivalen als der schlechteste amerikanische Präsident in der modernen Geschichte da“. Die Kommentatoren vertiefen ihre Vorwürfe in weiterführenden Artikeln am Beispiel einzelner Themen. Unter anderem kritisieren sie Trumps Umgang mit Frauen, Schwarzen und Angehörigen der L.G.B.T.Q.-Gruppe sowie seine Ignoranz gegenüber wissenschaftlicher Erkenntnisse.

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Zwei Kandidaten, zwei Auftritte: Donald Trump und Joe Biden im TV-Fernduell
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Wegen der Coronavirus-Infektion fand das zweite TV-Duell zwischen dem amtierenden Präsidenten und seinem Herausforderer als Fernduell statt.  © Reuters

Seine Amtszeit habe gezeigt, dass er nicht in der Lage sei, die dringlichsten Probleme des Landes zu lösen, weil er selbst das dringlichste Problem des Landes sei. Er sei ein „rassistischer Demagoge“, ein „Isolationist“ und ein „ewiger Showman“.

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Vorwurf: Trump habe schlimmste Tendenzen amerikanischer Politik verschärft

Die „Fundamente der amerikanischen Zivilgesellschaft“ hätten bereits gebröckelt, bevor Trump 2015 seine Bewerbung um die Präsidentschaftskandidatur bekannt gab, hieß es in dem Artikel weiter. „Aber er hat die schlimmsten Tendenzen in der amerikanischen Politik verschärft: Unter seiner Führung ist die Nation polarisierter, paranoider und gemeiner geworden.“ Es könne Jahrzehnte dauern, bis das volle Ausmaß seines Fehlverhaltens ans Licht komme. „Aber was bereits bekannt ist, ist schockierend genug.“

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Die „New York Times“ hat sich Anfang Oktober offiziell hinter Joe Biden gestellt. Zuvor hatte bereits das Editorial Board der „Washington Post“ Biden und der Vizekandidatin Kamala Harris offiziell die Unterstützung ausgesprochen und Trump als den „schlechtesten Präsidenten der Neuzeit“ bezeichnet.

RND/dpa/ch

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