• Startseite
  • Politik
  • Rassistische Verschwörungstheorie gegen Kamala Harris: Trump verbreitet Gerücht, das an "Birther"-Bewegung erinnert

Trump verbreitet rassistische Verschwörungstheorie über Kamala Harris

  • Es erinnert an eine Desinformationskampagne, der sich einst Barack Obama ausgesetzt sah.
  • US-Präsident Donald Trump hat eine rassistische und als falsch entlarvte Verschwörungstheorie um Kamala Harris zum Thema gemacht.
  • Dabei wird der "Running Mate" von Joe Biden das Recht auf das Amt der Vizepräsidentin abgesprochen.
Anzeige
Anzeige

Washington. US-Präsident Donald Trump hat eine als falsch und rassistisch entlarvte Verschwörungstheorie um die designierte demokratische Vizepräsidentschaftskandidatin Kamala Harris zum Thema gemacht.

Er habe Gerüchte “gehört”, wonach Harris - eine in den USA geborene Schwarze mit Eltern aus Jamaika und Indien - gar nicht die Bedingungen für den Dienst im Weißen Haus erfülle, sagte Trump am Donnerstag (Ortszeit). Er halte die Gerüchte für “äußerst gravierend”.

Die Verschwörungstheorie ist falsch. Harris wurde im kalifornischen Oakland geboren und könnte damit gemäß Verfassung auch Präsidentin der Vereinigten Staaten werden. Der designierte Spitzenkandidat der Demokraten für die Wahl im November, Joe Biden, hat die Senatorin von Kalifornien als seine Vize ausgewählt.

Weiterlesen nach der Anzeige
Anzeige
Video
Biden fordert Trump mit Kamala Harris als Vize heraus
1:45 min
Sollte das Duo die Wahl am 3. November gewinnen, würde die 55-Jährige die erste Frau, die als Vizepräsidentin ins Weiße Haus einzieht.  © Reuters
Die Schicksalswahl Der wöchentliche USA-Newsletter mit Hintergründen und Analysen zur Präsidentschaftswahl in den USA - immer dienstags.

Für Anwälte, die den Fall Harris geprüft haben, steht deren Eignung für das Weiße Haus außer Frage. "Punkt, Ende der Geschichte, Basta, Ausrufezeichen!", sagte Jessica Levinson, Professorin an der Loyola Law School. Wenn man ehrlich sei, handele es sich doch nur um eine rassistische Metapher, die man auftische, wenn es eine nichtweiße Kandidatin gebe, deren Eltern keine Staatsbürger seien.

Trumps Umgang mit der Verschwörungstheorie um Harris wies Parallelen zu einer Desinformationskampagne auf, die einst am Anfang seiner eigenen politischen Karriere stand. So galt er als treibende Kraft hinter der "Birther"-Bewegung - jener Lüge, wonach der erste schwarze US-Präsident Barack Obama nicht in Amerika geboren sei und das höchste Staatsamt daher nicht bekleiden durfte.

Nur nach wachsendem Druck während seiner Präsidentschaftskandidatur 2016 distanzierte sich Trump von der Behauptung.

RND/AP

“Staat, Sex, Amen”
Der neue Gesellschaftspodcast mit Imre Grimm und Kristian Teetz
  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen