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Grüne fordert intensivere Bildungsarbeit um Rassismus zu “entlernen”

  • Aminata Touré fordert eine bessere Bildungsarbeit in den Themen Kolonialismus und Rassismus.
  • Das gelte auch für die Aus- und Fortbildung von Polizisten.
  • Solidarität würde nicht ausreichen - man müsse Rassismus auch in Deutschland “entlernen".
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Berlin. Nach dem gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd in den USA fordert die schleswig-holsteinische Landtagsvizepräsidentin Aminata Touré Konsequenzen auch in Deutschland. “Für mich wäre wichtig, dass im Bildungsbereich das Thema Kolonialismus und Rassismus viel intensiver bearbeitet wird und Lehrerinnen und Lehrer entsprechend ausgebildet werden”, sagte die Grünen-Politikerin der “Welt” am Mittwoch mit Blick auf den in Schleswig-Holstein 2017 vereinbarten Landesaktionsplan gegen Rassismus. Gleiches gelte für die Aus- und Fortbildung bei der Polizei in ihrem Bundesland.

Zwar nehme sie zurzeit eine starke Solidarität mit schwarzen Menschen wahr. "Es reicht jedoch nicht, etwa bei einer Social-Media-Aktion mitzumachen oder sich einmal an einer Kundgebung zu beteiligen. Das macht einen Menschen nicht zum Antirassisten", sagte Touré. "Wir wachsen alle in einer Gesellschaft auf, in der Rassismus üblich ist. Wir müssen Rassismus entlernen."

Gewalt und Rassismus auch in Deutschland

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Zum Tod Floyds sagte sie: "Das ist ein Schmerz, den gerade viele schwarze Menschen weltweit teilen." Die Gewalttat habe dazu geführt, dass weltweit Schwarze auf die Straße gingen. "Sie machen deutlich: Es reicht! Die Gewalt und der Rassismus mögen sich zwar unterscheiden, finden aber überall statt, auch in Deutschland."

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Touré ist die erste schwarze Politikerin im Kieler Landtag. Die 27-Jährige wurde in Neumünster geboren und ist Tochter malischer Flüchtlinge. George Floyd war vergangene Woche bei einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis getötet worden. Im ganzen Land breiteten sich daraufhin Proteste aus, die in zahlreichen Metropolen zu Ausschreitungen führten. Auch in vielen anderen Ländern weltweit protestierten Menschen gegen Polizeigewalt und Rassismus.

RND/dpa

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