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Ramelow rügt Linke-Chef nach Gewalt-Eklat: “Hätte sofort reagiert”

  • Nach dem Eklat um einen Diskussionsbeitrag auf einem Strategietreffen der Linken hagelte es bundesweit Kritik.
  • Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow nimmt Parteichef Bernd Riexinger in die Pflicht.
  • Er hätte widersprechen müssen.
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Erfurt. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow hat Linken-Parteichef Bernd Riexinger nach dem Eklat um einen Diskussionsbeitrag auf dem Strategietreffen der Partei scharf kritisiert.

“Hätte ich diesen Satz gehört, hätte ich sofort reagiert. Das hätte ich auch von Bernd Riexinger verlangt, er hätte nicht lax darauf reagieren dürfen”, sagte Ramelow der “Thüringischen Landeszeitung”.

Auf der Veranstaltung am vergangenen Wochenende in Kassel hatte eine Teilnehmerin gesagt: “Energiewende ist auch nötig nach 'ner Revolution. Und auch wenn wir das ein(e) Prozent der Reichen erschossen haben, ist es immer noch so, dass wir heizen wollen, wir wollen uns fortbewegen...” Parteichef Bernd Riexinger hatte scherzhaft geantwortet: “Wir erschießen sie nicht, wir setzen sie schon für nützliche Arbeit ein.”

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Ramelow sagte weiter: "Gewaltandrohungen gehen gar nicht. So wie der Satz bei uns gefallen ist, hätte er nie unwidersprochen bleiben dürfen, egal bei welcher Veranstaltung er fällt."

Am Donnerstag wiederum löste der CDU-Außenpolitiker Jürgen Hardt im Bundestag bei der Linken Empörung aus. Über den Vorfall in Kassel sagte Hardt: "Mit dieser Haltung können Sie auch ein Konzentrationslager führen, das muss ich Ihnen ganz klar sagen. Davon müssen Sie sich schon ganz klar und eindeutig distanzieren."

RND/cle/dpa

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