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Querdenker-Demo in Stuttgart: Gesundheitsministerium kritisiert die Stadt

  • Tausende Menschen haben in Stuttgart gegen die Corona-Regeln demonstriert.
  • Dabei missachteten viele die Maskenpflicht.
  • Aus der Landesregierung kommt deshalb Kritik an der Stadt, die den Protest zugelassen hat.
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Stuttgart. Mit Unverständnis hat das baden-württembergische Gesundheitsministerium auf die Tausenden Demonstranten der Querdenker-Szene im Stuttgarter Stadtgebiet reagiert. „Ich verstehe nicht, dass die Stadt sich sehenden Auges in diese Situation manövriert hat“, sagte Ministerialdirektor Uwe Lahl am Samstag.

Sowohl schriftlich als auch in einem persönlichen Telefonat habe er dem Stuttgarter Ordnungsbürgermeister Clemens Maier die Möglichkeiten aufgezeigt, die die Corona-Verordnung des Landes auch für ein Verbot von Großdemonstrationen hergebe.

+++ Alle Infos zur Demo in Stuttgart in unserem Liveblog +++

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„Querdenker“-Demo in Stuttgart: Andrang größer als erwartet
1:13 min
Tausende Menschen demonstrieren in Stuttgart gegen die Corona-Auflagen. Im Vorfeld waren die Behörden von 2500 Teilnehmern ausgegangen.  © Reuters

Die Stadt habe sich dann gegen ein Verbot entschieden. „Das war aus infektiologischer Sicht in dieser Phase der Pandemie falsch“, sagte Lahl. Wie solle man der Bevölkerung erklären, dass sich an den Osterfeiertagen nur fünf Menschen aus zwei Haushalten treffen dürften, während Tausende Demonstranten ohne Maske und ohne Mindestabstand durch die Stadt zögen. „Das Demonstrationsrecht ist ein hohes Gut, aber in einer Pandemie gibt es auch dafür Grenzen“, sagte Lahl.

Mehr als 10.000 Menschen strömten nach Angaben der Polizei zur zentralen Kundgebung der Querdenken-Bewegung auf den Cannstatter Wasen, um gegen die Corona-Auflagen zu demonstrieren. Die Polizei war in der Stadt schon seit dem Vormittag mit Hunderten Beamten an verschiedenen Orten aufgestellt, weil zehn teilweise unterschiedliche Kundgebungen angemeldet waren.

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Die Querdenken-Bewegung und ihre Mitstreiter sprechen sich gegen die derzeitigen Corona-Maßnahmen aus. Die Bewegung wird vom Landesamt für Verfassungsschutz in Baden-Württemberg beobachtet.

RND/dpa

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