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“Querdenker”-Demo in Leipzig: Ministerin Lambrecht fordert konsequenteres Durchgreifen

  • Angesichts der Ereignisse in Leipzig am vergangenen Wochenende fordert Bundesjustizministerin Christine Lambrecht ein härteres Vorgehen gegen Verstöße auf Corona-Demos.
  • Bei einer Demonstration er Initiative “Querdenken” wurde gegen die derzeit geltenden Corona-Auflagen verstoßen.
  • Außerdem hat es Angriffe auf Polizisten und Journalisten gegeben.
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Berlin. Bundesjustizministerin Christine Lambrecht hat angesichts der Ereignisse in Leipzig am Wochenende ein härteres Vorgehen bei Verstößen auf Corona-Demos gefordert. „Ich wünsche mir ein konsequentes Durchgreifen. Wenn Demonstrationen stattfinden, aber klar ist, hier wird gegen Auflagen verstoßen, dass dann zügig und konsequent aufgelöst wird“, sagte die SPD-Politikerin am Dienstag im RTL/n-tv „Frühstart“.

Nur so seien die Corona-Einschränkungen in anderen Bereichen zu rechtfertigen. „Wie soll ich denn jemandem erklären, dass die Hochzeitsfeier aufgelöst wird, weil man sich nicht an Auflagen hält, aber bei Demonstrationen lässt man es laufen?“

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Tausende "Querdenker" in Leipzig demonstrieren gegen Corona-Maßnahmen
1:31 min
Am Samstag versammelte sich die "Querdenken"-Bewegung in Leipzig. Es kam zu Auseinandersetzungen mit Gegendemonstrierenden.  © Reuters
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In Leipzig habe es Angriffe auf Polizisten und Journalisten gegeben, sagte Lambrecht. „Das geht nicht. Und da muss der Staat auch deutlich machen, wer in diesem Land das Gewaltmonopol hat.“ Es sei gut und richtig, dass auch in der derzeitigen Situation demonstriert werde. Dies müsse aber friedlich geschehen.

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Am Samstag hatten sich in Leipzig mindestens 20 000 „Querdenker“ versammelt. Nach Auflösung der Kundgebung zogen die Menschen über den Leipziger Ring. Obwohl Aufzüge derzeit gemäß Corona-Schutzverordnung gar nicht erlaubt sind, ließ die Polizei die Menge gewähren. Am Ende tanzten Menschen in der Innenstadt - von Abstand und Masken war nichts mehr zu sehen. An Polizeisperren gab es Rangeleien, es flog Pyrotechnik. Zudem wurden Journalisten angegriffen.

RND/dpa

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