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Bei Gespräch mit Afrikanischer Union

Putin: Russland ist nicht für Getreideblockade verantwortlich - sondern ukrainische Seeminen

Der russische Präsident Wladimir Putin (r.) spricht mit dem senegalesischen Präsidenten Macky Sall während eines Treffens in Sotchi.

Moskau. Russlands Präsident Wladimir Putin hat bei einem Spitzengespräch mit der Afrikanischen Union (AU) eine Verantwortung Moskaus für die Getreideknappheit auf dem Weltmarkt zurückgewiesen. Die Krise habe schon vor dem Krieg in der Ukraine begonnen, den Putin nach seiner Sprachregelung eine militärische Spezialoperation nannte.

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+++ Alle Entwicklungen zum Krieg in der Ukraine im Liveblog +++

Nicht Russland verhindere einen Export von Weizen aus der Ukraine, sagte er am Freitag im russischen Fernsehen. Die Ukraine solle die Minen vor ihren Häfen an der Schwarzmeer-Küste entfernen. Die russische Armee werde dies nicht für Angriffe ausnutzen, versprach er. Russland könne auch die von ihm kontrollierten Häfen Mariupol und Berjansk am Asowschen Meer zur Verfügung stellen, sagte Putin.

Ein Mähdrescher wirft bei der Arbeit auf einem Weizenfeld im vergangenen Sommer in Schleswig-Holstein Spreu und Stroh nach hinten auf die Fahrspur.

Häfen blockiert: der schwierige Weg des ukrainischen Getreides aus dem Land

Nordafrikanische und arabische Länder sind auf ukrainisches Getreide angewiesen – aber das steckt in den blockierten Schwarzmeerhäfen der Ukraine fest. Landwirte und Händler ringen um Alternativrouten. Die bringen aber weitere Probleme mit sich.

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Er sprach am Freitag in Sotschi mit dem senegalesischen Staatschef Macky Sall, der auch Präsident der AU ist. Die Ukraine ist einer der größten Getreideexporteure weltweit. Der Ausfall ihrer Lieferungen wegen des Krieges ist gerade für Afrika schmerzhaft. Dort wird wegen gestiegener Lebensmittelpreise eine Hungerkatastrophe befürchtet.

Faktisch blockiert die russische Marine die ukrainischen Häfen. Die Kiewer Führung traut den Moskauer Zusagen einer sicheren Passage von Schiffen aus der Ukraine durch das Schwarze Meer nicht. In früheren Äußerungen hat der Kreml ein Ende der Getreideblockade mit der Aufhebung von Sanktionen gegen Russland verknüpft.

Afrikanische Union: Putin bereit zu Getreideexport nach Afrika

Nach Angaben des AU-Präsidenten sei Russland aber bereit, den Export von Getreide aus der Ukraine nach Afrika zu ermöglichen. Dies teilte Sall nach dem Treffen mit Putin auf Twitter mit. Russland sei weiterhin bereit, den Export von Weizen und Düngemitteln auf den afrikanischen Kontinent zu gewährleisten.

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Nach Angaben des Vorsitzenden der Kommission der AU, Moussa Faki Mahamat, der auch an dem Treffen teilnahm, ist die Aussetzung der Getreideblockade notwendig, um die verheerenden wirtschaftlichen und sozioökonomischen Auswirkungen einer wachsenden Lebensmittel- und Energiekrise abzufangen.

RND/dpa

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