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Putin: Terrormiliz IS hat konkrete Pläne zum Vormarsch in Afghanistan und der Region

  • Russlands Präsident Wladimir Putin warnt vor Terroristen, die von Afghanistan aus agieren könnten.
  • Laut russischen Daten habe die Terrormiliz IS in Afghanistan allein 2000 Mann.
  • „Ihre Anführer schmieden Pläne, um ihren Einfluss auf die zentralasiatischen Staaten und russische Regionen auszudehnen“, so Putin.
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Moskau. Russlands Präsident Wladimir Putin warnt vor konkreten Plänen für einen Vormarsch von Terroristen in Afghanistan.

Allein im Norden Afghanistans hielten sich „nach unseren Daten“ etwa 2000 Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) auf, sagte das Staatsoberhaupt am Freitag in Moskau.

„Ihre Anführer schmieden Pläne, um ihren Einfluss auf die zentralasiatischen Staaten und russische Regionen auszudehnen.“ Sie versuchten, getarnt als Flüchtlinge, in das Gebiet der Ex-Sowjetrepubliken in Zentralasien zu gelangen.

Vor mehr als zwei Monaten hatten die militant-islamistischen Taliban die Macht in Afghanistan übernommen. Russland befürchtet, dass nicht nur der Terrorismus erstarkt, sondern auch der Drogenschmuggel zunimmt.

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Drogenschmuggel einziges Mittel der Taliban gegen Wirtschaftskrise

Das sei ein akutes Problem, sagte Putin bei einer Konferenz der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS). Den Taliban werde es wegen der Wirtschaftskrise aber nicht leicht fallen, auf diese Einnahmen zu verzichten. Im Nachbarland Tadschikistan in Zentralasien wurden zuletzt erst 500 Kilogramm Drogen aus Afghanistan beschlagnahmt.

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Putin zufolge laufen die Vorbereitungen für eine neue internationale Afghanistan-Konferenz in Moskau. Sie ist nach früheren Angaben für den kommenden Mittwoch angesetzt. Vertreter der Taliban hätten ihre Teilnahme bestätigt, sagte der Afghanistan-Beauftragte des Präsidenten, Samir Kabulow, der Agentur Interfax.

Russland hielt mehrfach Konferenzen mit Taliban ab

„Wir müssen den Prozess der innerafghanischen Aussöhnung unterstützen und nach einer Normalisierung der Lage in dem Land streben“, sagte der Präsident einer Kreml-Mitteilung zufolge.

Moskau hatte in der Vergangenheit immer wieder Afghanistan-Konferenzen in verschiedenen Formaten ausgerichtet. Bei diesen waren teils auch Vertreter der Taliban anwesend.

RND/dpa

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